Triathlon
100 Starter beim LSV 07
Zum 13. Mal organisierte der LSV 07 das sportliche Kräftemessen. Knapp 20 Teilnehmer, inklusive der Jugendkooperation mit der TSG Maxdorf, waren es aus den eigenen Reihen. Von jeher als Cross-Triathlon ausgeschrieben, sollen auch Kinder und Jugendliche die Sportart ausprobieren können, die nicht über ein Rennrad verfügen.
Herausforderung
Sie sind nämlich hier verboten. Steigungen gibt es bei der Strecke nicht, dafür ist der Untergrund zu großen Teilen aus feinem Schotter beschaffen, eine Herausforderung in den Kurven. Dafür genau recht, um mit einem Mountainbike oder Jugendrad befahren zu werden.
Zwischen 50 und 400 Meter hatten Kinder je nach Jahrgang, bei den Schülern D ab Geburtsjahr 2017 und Jugend B bis Jahrgang 2008, im See zu schwimmen. Das fiel nicht allen leicht. Viele trainieren im Schwimmbad, wo veränderte Bedingungen sind.
Zu motiviert
Die BASF Badegesellschaft an der Langgartenstraße hatte kooperiert, sodass die jungen Sportler von deren Gelände aus starteten. Bei der elften Ausgabe war das Schwimmen noch im Freibad gewesen. Über einen Teppich liefen die Teilnehmer aus dem Gelände, um auf einer naheliegenden Wiese ihre Räder zu besteigen.
Darauf folgte ein Rundkurs am See, beziehungsweise bis zu vier Runden à zweieinhalb Kilometer auf dem Rad und bis zu weiteren zweieinhalb Kilometern Laufen im Naherholungsgebiet. Lokalmatador Markus Wald aus der Jugend B vom heimischen Schwimmverein sei wohl etwas zu motiviert ins Rennen gegangen, wie er selbst resümierte.
Führender ausgestiegen
Nach einer Spitzkurve habe er zu sehr beschleunigt, das Rad habe dann ausgehebelt. „Nicht schwer verletzt“, war seine Bilanz, „aber dennoch ausgestiegen“. Dabei war der Ruchheimer als Erster aus dem Wasser gekommen und lag bis zum Zeitpunkt des Sturzes weit vorne.
Bei der männlichen Jugend B siegte Kolja Rüb von der Radsport und Triathlon Gemeinschaft Montabaur (RSG) mit einer Zeit von 36:40 Minuten. Sascha Völpel, Abteilungsleiter beim LSV 07, war erleichtert, dass die Veranstaltung ansonsten gut gelaufen ist.
Gut angekommen
„Die neue Streckenführung mit Schwimmen im See und Runden in der Rosslache ist sowohl bei den Eltern als auch den Sportlern gut angekommen“, waren seine Rückmeldungen. Zentrale Punkte ermöglichten den Begleitern, ihre Schützlinge bei allen drei Disziplinen anzufeuern. Und das taten sie auch.
Bei der weiblichen Jugend lag am Ende Lucie Bäcker, ebenfalls von der RSG Montabaur, in einer Zeit von 38:22 Minuten vorn. „Mein Rennen lief sehr gut“, sagte sie glücklich. Das Schwimmen lief besser als erwartet, Radfahren sei sehr warm gewesen im freien Feld, berichtete sie. Thomas Greger begleitete jeweils auf dem Führungsrad.
Eltern unterstützen
„Der Untergrund war schon herausfordernd“, fand er. Aber das mache wohl den Reiz aus für die Beteiligten, hatte er herausgehört. Bei den Schülern D dürfte die Aufregung besonders groß gewesen sein. Vier Sechs- bis Siebenjährige waren am Start.
An der Wechselzone vom Schwimmen zum Rad durften Eltern vom Rand noch mit dem Zuruf der nötigen Handgriffe unterstützen. Arnd Haubach von der Triathlonleitung des Vereins sorgte durch ausführliche Begehung der Wechselzonen im Zuge der Wettkampfbesprechung dafür, dass auch die letzten Unklarheiten ausgeräumt wurden.
Stolzer Sechsjähriger
Dennoch vergaßen die jüngsten Teilnehmer mitunter, dass zum Radfahren ein Helm gehört, oder Schuhe gebunden werden sollten. Auch für den sechsjährigen Ole Reiniger vom LSV 07 war es der erste Start im Triathlon. Nachdem er das Rennen souverän gemeistert hatte, beantwortete er die Frage, wie es denn gewesen sei, kurz und bündig mit, „anstrengend“.
Mama Sabine Reininger musste ein Foto vom Junior machen, denn auf die Startnummer 1 war er mächtig stolz. Der Schülertriathlon beim LSV 07 ist Teil sowohl des BASF-Triathlon Cup Rhein-Neckar, als auch des RTV-Cups des Rheinland-Pfälzischen Triathlon Verbands. So manches Talent aus der Umgebung ist in jungen Jahren auf diese Weise herangereift.