Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Ärgerliche Niederlage für die HSG-A-Jugend

HSG Trainer Martin Röhrig.
HSG Trainer Martin Röhrig.

Mit 32:34 (13:15) unterlag die mHSG Friesenheim-Hochdorf in der A-Jugend-Bundesliga der HG Oftersheim/Schwetzingen. Eine doppelt ärgerliche Niederlage, weil die Gastgeber nach einer Aufholjagd am Ende am Punktgewinn schnupperten.

HSG-Trainer Martin Röhrig war bedient: „Es ist etwas anderes, wenn die HG hier in Bestbesetzung antritt. Aber so ersatzgeschwächt wie sie waren, musst du dieses Spiel einfach gewinnen, oder du hast in der Bundesliga nichts verloren“, schimpfte er nach dem Abpfiff. Vor allem das Verhalten und der Einsatz in der Defensive hatte ihm überhaupt nicht gefallen. Zumindest auf dem Papier war dabei bis zur 20. Minute alles in Ordnung, lag die HSG durch den Treffer von Jakob Chrust mit 10:9 knapp in Führung. „Aber eigentlich müssen wir zu diesem Zeitpunkt schon mit fünf Toren führen“, schimpfte Röhrig, der dabei das Abwehrverhalten und auch die Chancenverwertung seiner Mannschaft gleichermaßen bemängelte.

Und es wurde nicht besser. Im Gegenteil. Die Badener setzten nach dem 10:10 zum fast schon entscheidenden Zwischenspurt an. Vor allem Bastian Seitz bekamen die Gastgeber dabei über nahezu das gesamte Spiel nie richtig verteidigt. Er hatte maßgeblichen Anteil an der Pausenführung der Gäste, die mit zwei Toren sogar noch einigermaßen schmeichelhaft für die Gastgeber war.

Die brachen nach dem Seitenwechsel zunächst richtig auseinander, was Röhrig seinen Spielern bei der ersten Auszeit kurz nach dem Seitenwechsel auch lautstark klarmachte. Genutzt hatte die verbale Dusche allerdings nichts. Nach dem 15:19 (35.) setzten sich die Gäste sogar bis auf 18:25 (40.) ab, wirkten eine Viertelstunde vor dem Ende wie der sichere Sieger.

Gastgeber kämpfen in Schlussviertelstunde

Immerhin berappelten sich die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal und sendeten eine ganz andere Körpersprache aus. Beim 26:28 (51.) lag die HSG wieder in Schlagdistanz, hielt den Rückstand konstant auf zwei Treffern, verkürzte drei Minuten vor dem Ende gar auf 31:32 und hatte den Ausgleich auf der Hand.

Der wäre glücklich gewesen, aber danach gefragt hätte im Anschluss niemand mehr. Allein, er gelang nicht. Mit einer überhasteten Aktion und Ballverlust gaben die Gastgeber das Momentum wieder aus der Hand. Seitz traf zum vorentscheidenden 33:31 für Oftersheim/Schwetzingen und hinterließ einen ratlosen HSG-Trainer: „Uns haben fast über die gesamten 60 Minuten die Emotionen in der Deckung gefehlt.“

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