Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Werbung abseits des Mainstreams

Marlene Frey ist überzeugt: Nicht nur am Umgang mit der Natur muss sich etwas ändern, auch am Umgang der Menschen untereinander.
Marlene Frey ist überzeugt: Nicht nur am Umgang mit der Natur muss sich etwas ändern, auch am Umgang der Menschen untereinander.

Eines der schönsten Komplimente, das man Agenturchefin Marlene Frey von „Frey & Meute“ machen kann, ist, dass sich die Arbeit bei ihr und mit ihr gar nicht wie Arbeit anfühlt. Neben vielen anderen Dingen wollte Frey genau das erreichen, als sie sich als 29-jährige ihren Traum von einer „Design-Agentur für Weltverbesserer“ erfüllte.

Drei Jahre und drei Agenturräume später ist die idealistische Unternehmerin da angekommen, wo sie schon immer hinwollte. In einer Community von jungen Kreativen und spannenden Kunden, die ihre Werte teilt. Mit einer Meute, die beständig wächst. Fünf Angestellte, ein Auszubildender und „Der Agenturhund“ zählen zu ihrem festen Team. Drei Bienenvölker eigentlich auch. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Messlatte, die Frey an ihre Kunden und deren Produkte anlegt, ist hoch. Ökologie, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind für die Grafik-Designerin weit mehr als Vokabeln eines neuen Zeitgeistes. Für Frey sind sie der Schlüssel zur Veränderung. „Ich bin privat sehr bedacht drauf, wie ich mit der Umwelt umgehe. Müllvermeidung und Ökostrom sind große Themen für mich. Ich ernähre mich vegan seit über 15 Jahren. Meine privaten Werte wollte ich mit in meine Arbeit einfließen lassen. Deshalb habe ich mich auf Kunden spezialisiert, die meine Werte teilen“, erzählt die Markenexpertin bei einer Tasse Kaffee auf den Stufen ihres neuen Agentur-Zuhauses am Marienring.

Gesellschaft denkt um

Es sind nicht nur die offensichtlichen Verdächtigen, wie Biolabels oder Start-ups, die auf Freys Kundenliste stehen. Auch in den Branchen Bauen, Einzelhandel, Tourismus, Gastronomie oder im sozialen Bereich finden sich die experimentelle Entwürfe der Landauer „Freygeister“. Ebenso wie im Umweltministerium des Landes Rheinland-Pfalz, das die Agentur schon mit einer Kampagne beauftragt hat. „In den letzten drei Jahren ist ein großes Umdenken passiert“, sagt Frey. „Mittlerweile verlangen die Menschen von Unternehmen, dass sie nachhaltiger handeln. Manche Firmen denken um und steigen auf nachhaltige Produkte um. Oder es entstehen Öko-Linien.“

Es hat sich herumgesprochen, dass die jungen Werber, deren Denkfabrik bis vor einigen Monaten noch in Kandel stand, Spezialisten in Sachen Nachhaltigkeit sind. „Wir sind ja schon ein bisschen Öko“, lacht Frey. Kunden, die etwas verändern wollten, kämen ganz bewusst auf sie zu. Ihre Entwürfe abseits des Mainstreams tragen eine andere Handschrift als die der großen, renommierten Agenturen. Freys persönliche Leidenschaft ist die Markenentwicklung: Logos kreieren, Verpackungen gestalten, Marken mit dem Corporate-Design ein unkonventionelles Gesicht geben.

Hinterhofcharme

Gerade in letzter Zeit gibt es viele Bewerbungen von guten Leuten, erzählt die Agenturchefin. Viele Gründer brächten mit ihren unkonventionellen kleinen Läden, Cafés und Restaurants urbanes Flair in die Stadt. Lange schon habe die ehemalige Maria-Ward-Schülerin Teil dieser Jungunternehmer-Community sein wollen. Doch immer haperte es an den passenden Agenturräumen. Das alte Werkstattgebäude aus rustikalem Sandstein, versteckt im Hinterhof des Marienrings 9a, verströmt genau den Charme, den sie sich gewünscht habe.

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