Landau Wann ist ein Mann ein Mann?
Der Werbekreis in Bad Bergzabern hatte sich mit seinem Einkaufs- und Erlebnistag für Männer zum Weltmännertag und im Rahmen des Herbstmarktes voll auf die Herren der Schöpfung eingestellt. So gab es an diesem Aktionstag, frei nach dem bekannten Lied „Wann ist ein Mann ein Mann?“ von Herbert Grönemeyer, Strick- und Nähkurse für Männer. In dem Geschäft „Julaine“ konnte der Mann von Welt seine eigene sportliche Mütze stricken. Auch das Kaufen von Hemden kann für manche Männer schon eine Herausforderung sein. Doch der Klingenmünsterer Patrik Hummel hatte Mut – und seine Frau Katja als Verstärkung. Im Modepalast „Outfit“ war Inhaber Kurt Deutschler der Ansprechpartner, um herauszufinden, ob das Hemd nun geblümt, mit Briefmarken bedruckt oder doch gestreift sein soll. Dazu Deutschler: „Die Männer wissen schon, was sie wollen. Es kommt nur darauf an, die Stimmung zu deuten.“ Er findet es eine gute Idee, mit solchen Ereignissen wie den Männertag die Einkaufsszene in der Stadt neu zu beleben. Auch der erste Vorsitzende des Werbekreises, Bernd Malysiak, war erfreut, dass man gemeinsam solch einen Aktionstag über die Bühne gebracht hat: „Jedes Geschäft hat seine Ideen und Innovationen in die Werbekreis-Gemeinschaft eingebracht, ein toller Erfolg.“ Die Inhaberin des „Kaffeeflecks“, Sabine Schmitt-Gielke, konnte Malysiak nur bestätigen: „Klasse Ideen kommen hier zusammen. Das macht Spaß.“ Währenddessen sitzen in ihrem Café acht Männer in gemütlicher Runde an einem Tisch. Im Gespräch mit Marktplatz regional erzählen sie: „Eigentlich ist bei uns jeden Tag Männertag. Immer von 10.30 bis 12 Uhr mit Kaffee und guten Gesprächen über den 1. FC Kaiserslautern, Politik und das allgemeine Weltgeschehen. Und immer in einem anderen Café im Ort.“ Im Modegeschäft „Glamourös“, wo es gewöhnlich Damenkleider gibt, hatte Thomas Reiser im stilvollen Outfit und Bowler auf dem Kopf im Schaufenster Platz genommen. Hier weihte er jeden Herren, der es wissen wollte, in die geheimnisvolle Welt des Schuhputzens ein. „Ein richtiger Männerschuh braucht bis zu zehn Durchgänge, bis er wieder strahlen kann und ausgehfertig ist“, erklärte der Schuhputzmeister. Er sieht es als eine Art der Meditation und findet diese Tätigkeit wunderschön. Im Reformhaus Escher erklärte Gerlinde Bürger, dass auch Männer zu ihrem Kundenstamm zählen: „Da wird nicht nur für die Frau eine wertvolle Gesichtscreme gekauft. Auch der Mann gönnt sich beispielsweise eine reichhaltige Augencreme oder ein Entspannungspeeling.“ Dirk Wohlrabe und seine Frau Nadine gönnen sich einen Bummel durch die romantische Altstadt und machen Halt bei Friseur Becker. Da gibt es zur Stärkung nach einem langen Einkaufsweg Weißwurst und Bier. Das kostet nichts, und eine Spende ist für das Sterntaler-Hospiz in Dudenhofen mehr als willkommen. „Mann“ konnte sich aber auch wieder verwöhnen lassen. Friseurmeister Uwe Becker stand parat im Barber-Shop, um aus rauen Kerle aparte Jungs zu machen. So wie bei Alexandre Santos, der mit seiner Freundin in der Stadt zu Besuch war. Zum Abschluss des Bummels kam im Geschäft „Pfanntasstisch“ eine Weinprobe und verschiedene leckere Snacks zum Probieren gerade richtig. Danach findet der Mann von Welt auch wieder den Nachhauseweg. Vollbepackt mit einem Rasierwasserduft sowie neuen Hemden und der selbst gestrickten Mütze.