Landau Teufelsmasken aus Kürbissen

Der Jugendtreff wollte Dickrüben statt Kürbisse für ihre Aktion verwenden, wegen der Trockenperiode im Sommer wurde daraus aber
Der Jugendtreff wollte Dickrüben statt Kürbisse für ihre Aktion verwenden, wegen der Trockenperiode im Sommer wurde daraus aber nichts.

Einen Gegenpol zu dem in den vergangenen Jahren übergreifenden Halloween-Trend wollte der Jugendtreff Göcklingen mit dem Aushöhlen von Dickrüben zu leuchtenden Teufelsgesichtern setzen und damit eine alte pfälzische Tradition wieder aufleben lassen. Doch die lange Trockenperiode in diesem Sommer setzte dem Vorhaben ein Ende, bevor es begonnen hatte.

Die dicken Rüben blieben in diesem Jahr dünn und konnten nicht zu dem vorgesehenen Zweck verwendet werden. So machten die Aktiven und Betreuer des Jugendtreffs aus der Not eine Tugend und verarbeiteten Kurbisse zu Teufelsmasken. Etwa 30 Kinder und Jugendliche waren teilweise mit ihren Eltern oder Großeltern zu einem in Ortsnähe befindlichen und bekannten Grundstück (Gaulstall) gekommen. Damit wurde zur Kürbis-Euphorie zwar kein Kontrapunkt gesetzt, doch wurde vielmehr altes pfälzisches Brauchtum auf die meist rundlich-ovalen Gemüsefrüchte übertragen. Den Jungen und Mädchen war dies gleichgültig, mit Feuereifer rückten sie den Kürbissen zu Leibe und wetteiferten miteinander um die schönste Maske. Auch kleinere Schnittverletzungen konnten ihren Tatendrang nicht bremsen. Wenn nichts mehr ging, standen die Eltern ihren Sprösslingen hilfreich zur Seite. Gegen Ende der Aktion wurden die kleinen Künstler mit einem leckeren Eintopf, der von Alfred Roth in bewährter Manier zubereitet war, belohnt. Die Exemplare der „Teufelsgalerie“ wurden zu unverwechselbaren Unikaten mit eigenem Charakter. Jedes der Kinder durfte seinen „Teufel“ mitnehmen. Doch zuvor entzündete die Feuerwehr ein kleines wärmendes „teuflisches“ Feuerwerk.

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