Landau / SÜW RHEINPFALZ Plus Artikel Sind Apotheker für Corona-Impfungen bereit?

Apotheken stellen unter anderem den digitalen Nachweis zur Corona-Impfung aus. Nun sollen sie bald Impfungen gegen Covid-19 vorn
Apotheken stellen unter anderem den digitalen Nachweis zur Corona-Impfung aus. Nun sollen sie bald Impfungen gegen Covid-19 vornehmen.

Es gibt landesweit mehr als 40 Apotheken, die Impfungen bei sich in ihren Filialen anbieten, konkret Grippeimpfungen. Es handelt sich um ein seit diesem Jahr landesweit laufendes Modellprojekt. Nun sollen Pharmazeuten schon bald auch gegen Corona impfen – auch in der Südpfalz?

[Aktualisiert, 17.15] Die Bundespolitik hat im Kampf gegen Corona bereits mehrfach auf die Unterstützung der Apotheken gesetzt. Sie gaben an ausgewählte Zielgruppen vergünstigte FFP2-Masken aus, sie richteten bei sich Schnellteststationen ein, erstellen für Kunden den digitalen Nachweis über ihre Corona-Impfung. Und als die mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes in Seniorenheimen zu Gast waren, halfen Pharmazeuten mit, die Spritzen vor Ort bereitzumachen. Nun sollen sie selbst den Wirkstoff verabreichen.

Als Reaktion auf die hohen Infektionszahlen haben sich Bund und Länder dafür ausgesprochen, dass auch Apotheker Impfungen gegen Covid-19 vornehmen dürfen. Es dürften jene Fachkräfte als Erstes in die Corona-Impfkampagne eingebunden werden, die bereits Spritzen gesetzt haben. Davon geht jedenfalls der Landauer Apotheker und Vorsitzende des Landesapothekerverbandes, Andreas Hott, aus.

Schulung bei Kammer durchlaufen

Etwa zehn Prozent der landesweit rund 900 Apotheker können seit diesem Jahr Grippeimpfungen anbieten, teilt Hott auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. Dafür haben sie eine Schulung bei der Landesapothekerkammer durchlaufen. Wie diese auf Anfrage berichtet, haben sich nicht nur Beschäftigte von Apotheken weitergebildet, sondern auch Pharmazeuten, die nach ihrem Studium in anderen Bereichen untergekommen sind, etwa in der Industrie oder in Krankenhäusern.

Unter den aktuell 44 Apotheken im Land, die nach Angaben des Landesapothekerverbandes Kunden gegen Grippe impfen können, befindet sich allerdings keine in der Südpfalz. Die nächstgelegenen Filialen sind in Bad Dürkheim und Speyer. Sollte der Bedarf da sein, der Bund dazu aufrufen und Hausärzte um Unterstützung bitten, stünden die Apotheker bei der Corona-Impfung sicherlich bereit, betont Hott. Allerdings gibt der Inhaber der Beethoven-Apotheke zu bedenken, dass Landau in der glücklichen Lage sei, das Impfzentrum wieder eröffnen zu können. Und dort würden so viele Menschen am Tag ihre Immunisierung erhalten können, dass es keine Engpässe geben dürfte. Vorausgesetzt, der Impfstoff sei in ausreichender Menge vorhanden.

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