Landau Südstadt soll für Durchgangsverkehr unattraktiv werden

Glacis- und Vogesenstraße werden Einbahnstraßen.
Glacis- und Vogesenstraße werden Einbahnstraßen.

In der Landauer Südstadt geht die Umsetzung des Quartierverkehrskonzepts weiter. Ein wesentlicher Bestandteil sind neue Einbahnstraßenregelungen.

Die dicht besiedelte Südstadt und der Wohnpark am Ebenberg haben ein Problem: den Verkehr. Nicht den selbstgemachten, sondern Durchgangs- und Schleichverkehr, der unter anderem die Ampeln auf den Ringstraßen umfahren will und dafür gerne die schnurgerade Cornichonstraße nutzt. Die Mobilitätsabteilung der Stadtverwaltung hat mit Anwohnerbeteiligung ein Verkehrskonzept erarbeitet, das sie nach und nach umsetzt. Im ersten Schritt war der Bereich ums Vinzentius-Krankenhaus neu geordnet worden. Dabei war es zu Unstimmigkeiten gekommen, wie die Zufahrt von der Weißenburger- in die Cornichonstraße gestaltet werden sollte. Inzwischen gibt es einen Kompromiss.

Spielstraßen funktionieren nicht gut

Jetzt folgt die zweite Stufe: Etliche Straßen im Viertel werden zu Einbahnstraßen, wobei die Fahrtrichtung von Straßenabschnitt zu -abschnitt wechselt. Laut Verwaltung erlaubt eine solche Lösung den Erhalt von mehr Parkplätzen, als dies bei einer Befahrbarkeit in beiden Richtungen möglich wäre. Die entsprechenden Schilder sind gestellt, aber noch durchgestrichen. Die Stadtverwaltung betont, dass alle Häuser anfahrbar bleiben, sich Anlieger aber an neue Wege gewöhnen müssen. Ziel sei es, insbesondere die Ost-West-Achsen des Viertels für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen. Das gilt auch und besonders für die Cornichonstraße, die mit einem kurzen Einbahnstraßenabschnitt zwischen Bürger- und Hartmannstraße unterbrochen wird.

Neue Spielregeln wird es auch im Wohnpark geben, der als verkehrsberuhigtes Quartier mit Spielstraßen konzipiert worden war. Doch die dort zulässigen sieben Stundenkilometer sind offenbar vielen Verkehrsteilnehmern im Durchgangsverkehr kaum vermittelbar. Die größte Neuerung dort wird sein, dass die Brücke in der Otto-Kießling-Straße über die Bahngleise zur Einbahnstraße wird. Dort wird es nur noch möglich sein, das Quartier zu verlassen, aber nicht mehr hineinzufahren. Diese Lösung, die ein Jahr lang erprobt werden soll, geht laut Verwaltung auf den Wunsch einer Mehrheit der Anlieger zurück – die dann künftig selbst einige Umwege in Kauf nehmen müssen.

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