Landau „Nie Rozumiem“
„Czesc“ (Hallo) „Dzien dobry“ (Guten Tag), „Czesc“ (Tschüss) oder „Nazywam sie ...“ (Ich heiße ...), „Nie Rozumiem“ (Ich verstehe nicht) klang es am Montagmorgen durch den Saal G 101 im Pamina-Schulzentrum in Herxheim, das sich seit 2015 „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz nennen darf. Grund: Das Polenmobil machte auf seiner Tour durch Deutschland für die Schüler der 9. Klassenstufe der Realschule plus und des Gymnasiums Station.
Das Polenmobil ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Es besucht Schulen in ganz Deutschland, nach dem Vorbild von „france mobil“ in Deutschland und der Deutschwagen-Tour in Polen. So soll während der normalen Unterrichtsstunden bei Schülern und Lehrern Interesse an der Beschäftigung mit polnischen Themen, ganz einfach Lust auf das Land Polen und seine Menschen geweckt werden. Dabei hatte das Polenmobil einen ganzen Koffer voller polnischer Landeskunde, Sprache, Kultur, Geschichte, Politik und Literatur, ganz einfach verständliche Arbeitsmaterialien und Informations-Flyer mit dabei. Zudem wurde in der Unterrichtsstunde spielerisch die polnische Sprache vorgestellt. Eine Art, die den Schülern nach anfänglicher Zurückhaltung sehr viel Spaß bereitete. Das Eis war schnell auch dadurch gebrochen, dass zu dem Kreis Schüler mit polnischem Migrationshintergrund gehörten. Die polnische Sprache wird den Schülern auf spielerische Weise nähergebracht. Schnell beantwortet wurden Fragen nach bekannten Fußballern mit polnischer Staatsangehörigkeit, die in Deutschland dem runden Leder nachjagen, die wie aus der Pistole geschossen kamen: Namen wie Robert Lewandowski, Jakub „Kuba“ Blaszcykowswki oder Eugen Polanski wurden genannt. Bei den Schülern bekannt waren auch Namen wie Marie Curie, Chopin oder der ehemalige Papst Johannes Paul II. (Karol Wojtyla). Vorgestellt wurden Städte wie Krakau, Breslau und Warschau, Flüsse bis hin zu Weihnachtstraditionen wie bedruckte Oblaten, die vor dem Essen geteilt werden. Zu erfahren war, dass beim Weihnachtsfest ein Teller mehr auf dem Tisch steht als die Zahl der anwesenden Personen. Die Tradition: Es soll niemand weggeschickt werden, falls ein Fremder klingelt. An Spezialitäten genannt wurden Rote-Beete-Suppe oder auch Sauerkraut. Die Schüler interessierte Fragen wie „Gibt es in Polen Döner (Kebab)?“ Eine Erkenntnis der Unterrichtsstunde: Polen sind selbstironischer als Deutsche, Deutsche sollen angeblich keinen Humor haben. Den Abschluss der Stunde bildete ein Polen-Quiz mit Fragen, wie und seit wann Polen der EU angehört, der Name des polnischen Präsidenten, der Name des Grenzflusses zwischen Polen und Deutschland, welches Gebirge in Polen liegt oder Namen von polnischen Nobelpreisträgern. |som