Landau Nachbarn aus Frankreich

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Héloïse Mochulpich steht im Stuhlkreis, umgeben von Schülern und stellt sich vor: Die 21-Jährige kommt gebürtig aus Frankreich und ist als Referentin für das France-Mobil in Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterwegs. Sie besucht Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen und selten auch Kindergärten. Heute ist sie zu Besuch in der Landauer BBS.

Das Projekt beginnt mit einer Vorstellungsrunde und geht schon bald auf sprachliche Übungen wie das Ausdrücken von „Ich liebe Musik, aber hasse Mathe“ ein. Dann geht es daran, Lieder zu erkennen. Bei bekannten Titeln wie „Avenir“, „Je veux“ oder „Papaoutai“ sprinten die Schüler geradezu in die Mitte des Kreises, um sich das richtige Blatt mit dem Liedtitel zu schnappen. Auch um Sportarten, Regionen des Nachbarlandes Frankreich und Städtenamen dreht sich das knapp einstündige Programm. Zum Abschluss fordert Mochulpich den Wortschatz der Schüler heraus: Sie nennt einen Anfangsbuchstaben, zu dem ein Wort gefunden werden soll. „Ich fand gut, dass alles auf Französisch war, dadurch lässt man sich ganz anders auf die Sprache ein“, sagt Florian Ramsel (18) aus Kirrweiler. Die 17-jährige Franziska Muis aus Westheim sieht im Inhalt noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Das Vorstellen mit Name und Alter hatten wir so auch schon im Unterricht, aber es war trotzdem ganz nett.“ Vanessa Baum (18) aus Siebeldingen ist begeistert vom France-Mobil. „Ich fand es sehr interessant. Das spielerische Arbeiten ist gut für Anfänger“, sagt sie. „Aber auch wenn man wie ich oft in Frankreich ist und die Sprache schon kennt, macht das Programm Spaß.“ Alle drei Schüler besuchen die 11. Klasse des beruflichen Gymnasiums. Anna Lena Neumann, Lehrerin für Französisch an der BBS, hat das Projekt auf einem Lehrertag in Mainz entdeckt. „Ich finde es wichtig, dass wir unser Nachbarland und dessen Sprache kennenlernen“, erklärt sie. „Gerade hier in Landau, wo wir so nah an Frankreich dran sind.“ Das France-Mobil ist eine Kooperation des Institut Français Deutschland, des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), der Renault Deutschland AG und der Robert Bosch Stiftung mit Unterstützung der französischen Botschaft in Deutschland. Insgesamt gibt es zwölf Referenten in ganz Deutschland. Im Netz Weitere Infos zum Programm stehen auf der Seite www.francemobil.fr. |marb

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