Landau Musik aus Orient und Okzident

Viel Applaus gab es für Dieter Huck am Altsaxophon.
Viel Applaus gab es für Dieter Huck am Altsaxophon.

Viel Applaus ernteten die Musiker der Spielgemeinschaft der Musikvereine Freckenfeld und Büchelberg am Freitagabend bei ihrem zweiten gemeinsamen Frühlingskonzert. Es fand in diesem Jahr in der Gräfenberghalle Freckenfeld statt.

„Überraschend“ – dieses Wort war kurz vor Konzertbeginn immer wieder zu hören. Gemeint war die Zuschauerresonanz. Das Interesse war so groß, dass eine zusätzliche Tischreihe aufgebaut werden musste. Nach der Einstimmung mit dem „William Blueheart March“ von Rudy Böhmer entführten die 22 Musiker ihre Zuhörer in den Orient. Andreas Schwartz (Freckenfeld), der gemeinsam mit Stefan Müller (Büchelberg) durch den Abend führte, versprach Kamele, Kameltreiber und eine schöne Prinzessin. „Danach treffen wir uns alle wieder hier in der Gräfenberghalle“, scherzte er, bevor die anspruchsvolle musikalische Reise „Auf einem persischen Markt“ begann. Bilder im Kopf erzeugte auch das Stück „Und Alois fährt ins Feld“. Ganz deutlich formte sich das Pferd, das erst gemächlich das Gespann durch den Ort zieht. Außerhalb nimmt der Gaul dann Tempo auf. Der Komponist bildet seine Kindheitserinnerungen in Noten ab, verriet Müller. Sicherlich hat der Komponist dies den Musikern selbst verraten, handelt es sich doch um Peter Persohn, der die Spielgemeinschaft dirigiert und die musikalische Leitung beim Konzert hatte. Anstatt eines Pferdes wandelte ein Mann von Welt beim Stück „Gentleman“ von Ernst Hoffmann durch die Gassen. Leben eingehaucht wurde dem Gentleman durch den Solisten Benedikt Supper an der Posaune. Extra-Applaus gab es auch für Dieter Huck am Altsaxophon beim von irischer Volksmusik inspirierten Stück „You Raise Me Up“ von Rolf Løvland. Bekannte Meldodien, bei denen im Takt mitgeklatscht wurde, erklangen bei „Beach Boys Golden Hits“ und „Best of Beatles“. Auch die von Klaus Butterstein arrangierten „Jive Hits“ wartete mit bekannten Melodien wie „Rote Lippen soll man küssen“ auf. Aber natürlich durfte auch die Polka nicht fehlen, wie es Tradition in Freckenfeld und Büchelberg ist. So führte die Spielgemeinschaft „Auf die Pfingstwiese“. Dem Aufruf zum Tanz bei den „Walzerperlen“ kam zwar niemand nach, jedoch wurde in einigen Reihen geschunkelt. Dass es Zugabe-Forderungen geben wird, kam nicht unerwartet und schon bei der Beschreibung des folgenden Stückes raunte es an manchen Tischen „Böhmischer Traum“, der dann auch erklang. Beim durch Doris Day bekannt gewordenen „Sentimental Journey“ aus dem Jahr 1944 war Andreas Schwartz als Solist zu hören. Noch vor drei Jahren konnten beide Musikvereine alleine kein spielfähiges Orchester auf die Bühne bringen. Gemeinsam wurde das Problem gelöst. Dazu passt ein weiterer Titel, der im Konzert zu hören war, perfekt: „Everybody needs somebody“ – jeder braucht einen anderen.

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