Kommentar MSG-Türmchen: Stadt muss endlich handeln
Wer von privaten Hausbesitzern Denkmalschutz verlangt, muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Die Stadt hat Glück, dass das MSG nicht unter Denkmalschutz steht, wie so viele seiner Nachbargebäude. Der wertvolle Baubestand des Nordrings reicht fast schon für eine Denkmalzone. Trotzdem und deshalb geht es nicht an, dass sich beim Turmhelm nicht nur nichts tut, sondern dass dieser sichtlich weiter vergammelt.
Wie will die Stadt bei bisweilen unwilligen Denkmalbesitzern Druck machen, ihr historisches Erbe zu erhalten, wenn sie selbst das ihre vergammeln lässt? Der Fachkräftemangel kann es wohl kaum sein, der eine Restaurierung bisher verhindert hat. In mehr als vier Jahren muss sich doch wohl in der Südpfalz ein Zimmerer und Dachdecker finden, der sich des stadtbildprägenden Türmchens annimmt. Auch wenn es teuer wird: So geht man nicht mit seinem historischen Erbe um. Oder sollen wir uns schon mal daran gewöhnen, MSG als Moderschuppen-Gymnasium zu verstehen?
