Landau kurz notiert: Syrer: Keine Strafe wegen laminierten Tickets

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Endgültig vom Tisch sind die Ermittlungen gegen den 20-jährigen Syrer Reza (Name von der Redaktion geändert), gegen den zuerst die Bundespolizei und ein paar Wochen später auch die Deutsche Bahn wegen Schwarzfahrens Strafanzeige gestellt hatte (wir berichteten mehrfach). Grund der Beanstandung war ein in Plastikfolie eingeschweißtes Zugticket. Das Laminieren ist laut den Tarifbestimmungen der Deutschen Bahn verboten. Doch jetzt kann Reza wohl endgültig aufatmen. Wie seine Bekannte, die Landauerin Irmi Degenhardt, mitteilte, hat er vergangene Woche ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Landau erhalten, in dem der Eingang der Strafanzeige der Bahn gegen ihn wegen Betrugs und Urkundenfälschung bestätigt wurde. Gleichzeitig habe ihn aber die Staatsanwältin darüber informiert, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt worden sei. Die Justizbehörde gehe davon aus, dass besagte Ticket-Laminierung „ein einmaliges Vergehen“ gewesen sei, machte jedoch unmissverständlich deutlich, dass Reza im Wiederholungsfall mit einer Strafe rechnen müsse. Der junge Mann zeigt sich sehr erleichtert. Vom Laminieren werde er künftig die Finger lassen. „Ich werde so was niiiiie wieder machen, das ist klar“, sagte er zu Degenhardt. Habe ihm doch die Angelegenheit in den vergangenen vier Monaten schlaflose Nächte und große Angst bereitet. Jetzt könne er wieder in eine Zukunft blicken – Zahnmedizin zu studieren, ist sein großes Ziel. Sein erstes Praktikum in einer Landauer Zahnarztpraxis hat der Syrer schon absolviert. Die Polizei warnt vor einem Mann, der Passanten in den vergangenen Monaten mit einem Trick beklaut hat. Er bat ältere Menschen rund um den Weißquartierplatz beziehungsweise vor der Post in der Ostbahnstraße, ihm Münzgeld zu wechseln. Wenn sie den Geldbeutel zückten, griff er ebenfalls hinein und nahm sich Geldscheine, ohne dass die Betroffenen das bemerkten. Er wird als gepflegt, zirka 30 Jahre alt, zirka 170 cm groß, schlank, dunkelhaarig mit dunklem Teint beschrieben. Er sprach Deutsch mit ausländischem Akzent. Die Polizei warnt davor, zu leichtgläubig zu sein und bittet darum, bei verdächtigen Wahrnehmungen direkt die Polizei unter Telefon 06341 2870 oder per E-Mail an kilandau@polizei.rlp.de zu informieren. In der St.-Elisabethen-Straße wurde laut Polizei zwischen Samstag, 22.30 Uhr, und Sonntag, 6.30 Uhr, ein Fiat Punto mit Landauer Kennzeichen an der kompletten Beifahrerseite zerkratzt. Ein Schuhabdruck zeigt, dass auch gegen das Auto getreten wurde. |ovi

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