Landau kurz notiert: Europa in den eigenen vier Wänden

Die Pro-Europa-Bewegung „Pulse of Europe“, die vergangenes Jahr bundesweit mit Straßenaktionen für die Fortentwicklung der europäischen Einigung warb, startet eine neue Form der Bürgerbeteiligung. Sie lädt dazu ein, „Hausparlamente“ einzuberufen. So soll in den eigenen vier Wänden mit Familie und Freunden über europäische Themen diskutiert werden. Die Gastgeber übermitteln die Ergebnisse der Debatten an Pulse of Europe, die sie „Entscheidungsträgern“ zur Verfügung stellt, beispielsweise Abgeordneten des EU-Parlaments. Wer die Küche oder das Wohnzimmer zum Parlament machen möchte, kann sich online unter www.pulseofeurope.eu registrieren. Dann erhält man eine Gebrauchsanleitung, die Vorschläge für die zu debattierenden Fragen enthält. Unterstützung bekommen Interessierte beim lokalen Ableger der Bewegung, und zwar per E-Mail unter Landau@pulseofeurope.eu. Bei den Landauer Aktivisten kann man sich auch persönlich am Samstag, 6. Oktober, an ihrem Infostand auf dem Markt anmelden. Im SWR-Politmagazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ am heutigen Donnerstag um 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen geht es auch um Fakenews aus Landau und Koblenz. Wochenlang war das Foto aus Landau auf Facebook zu sehen. Darauf eine Frau mit Kopftuch, die vor der Landauer Tafel anscheinend aus einer Nobelkarosse aussteigt, um sich womöglich Lebensmittel zu besorgen. Über 32.000 Mal wurde der Beitrag geteilt, über 1.000 Mal kommentiert. Darunter viele Hasskommentare. Dabei war alles nur eine Falschmeldung (die RHEINPFALZ berichtete zuletzt am 24. März, „Die Muslima und der Mercedes“). Auch die Gerüchte um einen weißen Transporter in Koblenz, der angeblich Kinder entführt, waren falsch. „Zur Sache Rheinland-Pfalz“-Reporter Tilo Bernhardt zeigt, wie man solche Falschmeldungen erkennen kann.