Landau Kulturnetz Landau installiert weiteren Bildschirm mit Terminen
Ob Veranstaltungen im Haus am Westbahnhof, Vorträge im Gemeindesaal der Stiftskirche oder Konzerte im Alten Kaufhaus – auf der Homepage des Kulturnetzes Landau finden Interessierte einen umfassenden Überblick über das Angebot in Landau und in der Verbandsgemeinde Landau-Land. In der Engel-Apotheke am Stiftsplatz hat das Kulturnetz Landau am Mittwoch den zweiten Bildschirm ins Schaufenster gestellt, der die rund 80 Termine wiedergibt, die bereits stehen.
Die Datenbank zählt 114 Kulturaktive, darunter die Stadtkapelle ebenso wie die KulturCantina, wie Peter Damm und Sven Kaemper im Gespräch informieren. Als Vorsitzender und Vorstandsmitglied des Vereins Leben und Kultur aus dem Haus am Westbahnhof gehören sie zu den Initiatoren des Zusammenschlusses Kulturnetz.
Benefit für Aufsteller
Die Idee, per Bildschirm die Kulturangebote der freien Szene und der Stadt unter die Leute zu bringen, hatte Markus Knecht. Der Verleger und Buchhändler hat nach dem Umzug in die neuen Räume in den Uferschen Höfen einen Bildschirm gekauft und Kontakt zum Kulturnetz aufgenommen. Solange die Zeitschaltuhr Signal gibt, laufen die Termine über die Mattscheibe im Schaufenster beim Bücherknecht.
Und nun auch bei Martin Rieger in der ältesten Apotheke der Stadt, der Engel-Apotheke am Stiftsplatz. Peter Damm spricht von einer Win-Win-Situation. Nicht nur die Akteure und die Bevölkerung hätten etwas davon – der Bildschirm-Pate profitiere von einer höheren Aufmerksamkeit. Sven Kaemper und Daniel Allgaier, die für die technische Seite des Projekts zuständig sind, lassen auch die Öffnungszeiten des jeweiligen Geschäfts über den Schirm laufen.
Zwei Schirme zu vergeben
Das Kulturnetz kann dank einer 1000-Euro-Unterstützung der Künstlerin Olga David, die die Hälfte des Erlös eines verkauften Kunstwerks gespendet hat, zwei weitere Bildschirme für Landauer Schaufenster finanzieren. Wer also von dieser Offerte profitieren möchte, kann sich beim Kulturnetz melden. Es brauche nur Strom und eine Internetverbindung, sagt Kaemper. Das Kulturnetz liefere ein aufwands- und wartungsfreies Paket, ergänzt Damm.
Angefangen hat alles mit Corona. Die Aktion „Kulturgesichter06341 – ohneunsiststill“ hat 2021 Kulturtreibende angefixt, stärker zusammenzuarbeiten. Peter Damm erinnert sich an drei Videokonferenzen, die Plakataktion Kulturgesichter und den Runden Tisch Kultur, der die Initiative für ein Kulturnetz schließlich in ein Pilotprojekt gegossen hat. Anfang 2022 fiel der Startschuss. Die Dieter-Kissel-Stiftung spendierte für ein Jahr einen 450-Euro-Minijob und verlängerte diese Unterstützung um ein weiteres Jahr. Jetzt stemmt der Verein Leben und Kultur die Kosten für den Job, den sich von Beginn an Kaemper und Allgaier teilen.
Übersichtlich gestaltet
Sie pflegen den Online-Kalender www.kulturnetz-landau.de, der übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen ist. Verschiedene Filter ermöglichen eine dezidierte Suche, beispielsweise nach kostenfreien Angeboten, bestimmten Wochentagen, Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche oder auch das Programm zur 750-Jahr-Feier. Das sei ausbaufähig, sagt Kaemper. Er und Allgaier arbeiten schon am Update. Das soll ab Februar über einen QR-Code noch einfacher den Weg zum Veranstalter und zum Ticketkauf ebnen.
Das alles funktioniere nur mit „ganz viel Ehrenamt“, unterstreicht Peter Damm. Er ist überzeugt davon, dass sich das Engagement auszahlt, worin ihn die städtische Kulturamtsleiterin Miriam Erb bestärke. Dafür spricht beispielsweise auch der Erfolg der ersten Kulturnacht in Landau im September des vergangenen Jahres.
Info
www.kulturnetz-landau.de