Landau Klärschlamm: 4000 Tonnen nicht mehr aufs Feld

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Weil der Landauer Klärschlamm seit Sommer mit Quecksilber und Cadmium belastet ist (Bericht vom 14. Dezember) und nicht mehr als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden darf, muss der Gebührenzahler zwei Cent mehr pro Kubikmeter Abwasser zahlen.

Im Landauer Klärwerk fallen jährlich rund 4000 Tonnen Klärschlamm an. Bisher hatte der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) einen Dienstleister eingeschaltet, der die Verwertung des entwässerten Schlammes in der Westpfalz rund um Kaiserslautern organisierte. Landwirte erhielten dafür ein Entgelt. Die Schwermetall-Belastung war bei einer Routinekontrolle des EWL und des Vertragspartners aufgefallen. Weil der Schlamm jetzt verbrannt werden muss, fallen laut EWL hohe Kosten an. Ohne Verbrennung hätte der EWL wegen etlicher Investitionen die Abwassergebühren um zwei Cent pro Kubikmeter Abwasser anheben müssen, jetzt sind es vier. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wird knapp die Hälfte der kommunalen Klärschlämme in Landwirtschaft und Landschaftsbau eingesetzt. Der Rest wird als Sekundärbrennstoff in Kraftwerken und Zementwerken verwendet oder verbrannt und deponiert. Der Bund will die Klärschlammverordnung überarbeiten mit dem Ziel, Schadstoffgrenzwerte zu verschärfen und Phosphor zurückzugewinnen. Künftig soll Klärschlamm nicht mehr auf Feldern verwertet werden. Kreis SÜW |boe

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