Landau Beirat für Migration: „Brücke zwischen Stadt und Menschen“

Dienst für Gottes Lohn! Mit Bedauern las ich vergangene Woche in der RHEINPFALZ, dass Sie, Herr Aydin Tas, nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden des Beirats für Migration und Integration kandidieren möchten. Mit Ihrem Einsatz und Engagement haben Sie diese Stelle, die vor fünf Jahren neu geschaffen wurde, ausgefüllt und ihr ein Gesicht gegeben. Europa und die Welt rücken zusammen. Verschiedenste Nationen und Kulturen treffen aufeinander und müssen miteinander auskommen. Kulturelle Verständigungen und gegenseitiges Verstehen sind wesentliche Voraussetzungen für Akzeptanz und ein friedvolles Miteinander. Ich denke, Sie, Herr Tas, waren der richtige Mann für dieses Amt. Diese anspruchsvolle Tätigkeit führten Sie gewissenhaft aus und Sie haben sich auch über das zu erwartende Maß engagiert. So stellten Sie eine Brücke zwischen der Stadt und den Menschen mit Migrationshintergrund her. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese ständig wachsenden Herausforderungen nur mit einem größeren Zeitaufwand zu bewältigen sind. Die Zeit zum Umdenken war gekommen. Sie möchten sich nun Ihrer Familie wieder stärker zuwenden. Wurde Ihnen eine Aufwandsentschädigung gezahlt wie zum Beispiel bei der Studentenbeauftragten Frau Maroc oder der ehemaligen Stadtmarketingbeauftragten Frau Schlösser? Können Sie für Ihre Schreibarbeiten eine Sekretärin im Rathaus in Anspruch nehmen und haben Sie ein Besprechungszimmer? Ich frage mich, warum hat Ihnen der Rat kein Mitspracherecht eingeräumt und Sie damit gestärkt? Wenn das Amt des Vorsitzenden des Beirats für Migration und Integration entsprechend finanziell ausgerüstet wäre, könnten wir dann wieder Hoffnung auf eine Kandidatur im November Ihrerseits haben? Eines ist mir klar, auch wenn einen das Ehrenamt mit Stolz erfüllt, mit Gottes Lohn lässt sich keine Familie ernähren.