Landau Autos werden stationär aufgenommen

Auf diesem Areal soll das Parkhaus gebaut werden.
Auf diesem Areal soll das Parkhaus gebaut werden.

Das Klinikum dreht ein großes Rad: Nicht nur in Bad Bergzabern will es ein Parkdeck mit 264 Stellplätzen errichten (wir berichteten am 24. November), sondern jetzt auch in Landau. Das hat Geschäftsführer Guido Gehendkes im Pressegespräch erläutert. Während in Bergzabern ein Bau mit neun gegeneinander versetzen halben Ebenen und einer Gesamthöhe von viereinhalb Geschossen geplant sind, sollen es in Landau zehn halbe Ebenen und folglich eine Höhe von fünf Vollgeschossen sein. Das Parkdeck wird auf einer unbebauten Ecke des Klinikgeländes errichtet, an der Godramsteiner Straße zwischen dem Studierendenwohnheim und Wirtschaftsgebäude des Klinikums, in dem sich unter anderem die Krankenhausküche befindet. Zwei Zufahrten sind geplant: eine von der Bodelschwinghstraße und eine von der Godramsteiner Straße. Letztere kann nur tagsüber benutzt werden. Tagsüber sei es kein Problem, die Lärmgrenzwerte einzuhalten, sagte Bauamtsleiter Christoph Kamplade. Nachts sollen Autos nur von der Bodelschwinghstraße aus ins Parkhaus fahren können, an der Godramsteiner Straße bleibt dann die Schranke zu, zum Schutz der Nachbarn aus dem Schützenhof. Das Grundstück liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, weshalb der Neubau nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches genehmigt wird. Der verlangt, dass sich ein Vorhaben in seine Umgebung einfügt. Da die unmittelbare Umgebung (wozu die Einfamilienhäuser nördlich der Godramsteiner Straße nicht mehr zählen) von großen, hohen Gebäuden geprägt werde, sei das Parkdeck unproblematisch, so Kamplade. Mehr noch: Es werde kein Betonklotz, sondern „ein Zweckbau, den man angucken kann“. Er vergleicht die Pläne in Größe und Aussehen mit dem Parkhaus am Großmarkt. Nach Gehendkes Angaben entwickelt sich das Gebiet rund um Bethesda und Klinikum sehr dynamisch, weshalb der Parkraum knapp werde. Schätzungsweise 500 bis 600 Beschäftigte und Dienstleister gebe es im Gesundheitszentrum des Klinikums, zu dem auch Praxen gehören. Dazu kämen noch zahlreiche Besucher. Vor allem während der Schichtwechsel werde der Parkraum knapp, schildert der Geschäftsführer: „Solche Belastungsspitzen müssen wir abdecken.“ Wie schon in Bad Bergzabern mag er noch keine Angaben zu den Investitionskosten machen. Näheres wisse man nach der Ausschreibung. Fest steht aber, dass sich das Parkdeck über die Parkentgelte selbst finanzieren muss. Wenn der Platz reicht, könnten auch Stellplätze an Dauermieter vergeben werden. Bürgermeister Maximilian Ingenthron begrüßt die Pläne in doppelter Funktion, sowohl als Baudezernent, als auch als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. Krankenhäuser mit Parkhäusern gebe es schon an vielen Standorten, zum Beispiel in Speyer. Vor allem für Patienten bei Aufnahme und Entlassung sowie Besucher seien kurze Wege von großer Bedeutung.

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