Lokalsport Südpfalz „Zweimal ist zu viel“
«OFFENBACH.» Punkt 17 Uhr sind sie da: Bogdan Radivojevic und Jerry Tollbring von den Rhein-Neckar-Löwen waren am Dienstagnachmittag zu Gast im Sportshop Danner in Offenbach. Neben Autogrammen gab es auch viel zu erzählen.
Bogdan Radivojevic hatte sichtlich Spaß. Der 25 Jahre alte serbische Rechtsaußen, seit 2017 beim Deutschen Handball-Pokalsieger Rhein-Neckar-Löwen, gab fleißig Autogramme und flachste mit den jungen Fans. Sein zwei Jahre jüngerer schwedischer Kumpel auf der anderen Spielfeldseite, Linksaußen Jerry Tollbring, wirkte schüchtern, stand aber seinen Mann und erfüllte auch Fotowünsche des Damen-Handballnachwuchses. Auch die F-Jugend der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam hatte nach einer halben Stunde genug trainiert, sich ihre blauen Trikots übergestreift und war mit dem Team-Bus nach Offenbach gefahren. Die Profis signierten ihre Kärtchen und erzählten von ihren Anfängen und der laufenden Saison. „Es wird hart gegen Kielce am Samstag. Das ist eines der besten Teams Europas“, sagte Tollbring auf Englisch. Sein Deutsch sei noch nicht so gut. Er hoffe auf das Final Four in der Champions League und den Titel in der Bundesliga. Sportlich spielen beide nicht die größte Rolle, haben die erfahrenen Nationalspieler Guðjón Valur Sigurðsson und Patrick Groetzki vor sich. „Wir sind keine Konkurrenten. Patrick ist ein Freund von mir. Wenn es nicht gut läuft bei ihm, bin ich da. Aber ich hoffe trotzdem, dass er zehn Tore schießt, wenn er spielt“, stellte Radivojevic den Teamgeist der Löwen heraus. Für Tollbrings Positionskonkurrenten Sigurðsson haben beide nur Respekt übrig: „Er ist 39 Jahre alt und so eine Maschine. Wann man ihn ansieht, wünscht man sich, in dem Alter noch so auszusehen. Bei Alexander Petersson auch.“ Trainiert wird bei den Profis übrigens gar nicht so oft, wie man denkt: Fünfmal die Woche mit Videoanalyse. „Zweimal am Tag ist zu viel. Wir haben über 50 Spiele die Saison. So viel kannst du gar nicht trainieren. Wir sind viel Zeit auf Reisen im Bus oder Flugzeug“, sagte Radivojevic.