Lokalsport Südpfalz Weit vor dem Rest

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OFFENBACH. Noch zwei Spieltage stehen in der Handball-Pfalzliga an, das Saisonfinale steigt allerdings schon morgen in der Queichtalhalle: Der TV Offenbach empfängt um 18 Uhr den punktgleichen Tabellenführer HSG Eckbachtal.

Beide Teams liegen mit je 36:4 Punkten weit vor dem Rest der Liga. Für Primus Eckbachtal spricht das Ergebnis aus dem Hinspiel. Mit 27:25 gewann die HSG zu Hause, dabei lag der TV Offenbach lange Zeit vorne. „Bis zum 17:21 haben wir ein Top-Auswärtsspiel gemacht“, erinnert sich Trainer Christoph Morio. Das war in der 45. Minute. Undiszipliniertheiten und überhastete Abschlüsse brachten den Gegner wieder ins Spiel, rund fünf Minuten später führte Eckbachtal 23:22. Am Sonntag trifft auch der beste Angriff – Eckbachtal liegt mit 644 Toren knapp vor Offenbachs 639 – auf die beste Abwehr. Offenbach kassierte 483 Treffer, 43 weniger als Eckbachtal. Für den TVO zählt nur ein Sieg, will er das Hinspielergebnis egalisieren und am letzten Spieltag in Wörth den Titelgewinn in der eigenen Hand haben. Besser noch: Gewinnt der TV Offenbach mit drei oder mehr Toren gegen Eckbachtal, ist er sicher Pfalzliga-Meister. „Hauptpriorität ist erstmal der Sieg“, so Morio. Ein Etappenziel war es, vor eigenem Publikum keine Punkte zu lassen. Ein wichtiger Schritt: das Spiel in Rodalben. „Da habe ich gemerkt, dass es dieses Jahr klappen kann“, so Morio. Vor beeindruckender Kulisse in der Westpfalz gewann ein bärenstarker TVO mit 28:19. Rund 50 Fans mit Trommeln und Sirenen begleiteten die Mannschaft. „Die Zuschauer stehen schon die gesamte Runde hinter uns“, lobt Kapitän Michael Übel den TVO-Anhang. Die Rollen am Sonntag sind klar verteilt. „Wir müssen ihren Rückraum in den Griff bekommen“, warnt Morio. Auf den Offenbacher Innenblock kommt ein hartes Stück Arbeit zu. „Wir müssen die Schützen verteidigen. Wenn wir in der Abwehr stehen, passt’s“, sagt Philipp Mohra, der gemeinsam mit Michael Pfalzer die Kreise von Peter Baumann, der acht Tore im Hinspiel warf, und Maximilian Schreiber eindämmen soll. Gerade im Eins-gegen-Eins sind die Gäste stark, speziell solche Situationen wurden trainiert. Im Angriff muss Pfalzer die eigenen Schützen in Szene setzen. „Er soll klare Sachen spielen“, sagt Morio. Der Mittelmann weiß, wie man solche Partien angeht. Im Aufstiegsspiel zur Pfalzliga mit der damaligen zweiten Mannschaft warf er Sekunden vor Schluss nach eigenem Ballgewinn den entscheidenden Treffer. „Wir dürfen nicht verkrampfen“, schlägt er in dieselbe Kerbe wie sein Coach. „Wenn wir hinten auch mit unseren starken Torhütern gut verteidigen und in die erste Welle kommen, müssen wir nicht so viele Positionsangriffe spielen“, sagt Kreisläufer Fabian Graap. Eine Aufgabe für Rechtsaußen Tino Gläßgen. Der schnelle Linkshänder traf in den letzen vier Spielen 27 Mal, meist im Umschaltspiel. „Steht die Abwehr, können wir Außen auch in die Konter kommen“, sagt er. Defensiv bekommt er es mit Jan Bußer zu tun. Der Linksaußen steht auf Platz vier der Pfalzliga-Torschützenliste. „Das Spiel ist der verdiente Lohn für die Saison“, sagt Graap. „Dafür quält man sich durch die Vorbereitung“, sagt Übel. Oberliga im nächsten Jahr? „Ich bin bereit“, sagt Trainer Morio. Sein Team scheinbar auch.

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