Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Viktoria Herxheim wieder im Kampf um Platz zwei

Sascha Banspach freut sich über sein erstes Tor für die Viktoria. Offenbachs Tormann Mika Stabel ärgert sich maßlos.
Sascha Banspach freut sich über sein erstes Tor für die Viktoria. Offenbachs Tormann Mika Stabel ärgert sich maßlos.

Die Viktoria Herxheim findet im Derby mit dem FSV Offenbach in die Erfolgsspur zurück. Sie nutzt den Beginn der ersten und zweiten Hälfte für sich. FSV-Trainer Daniel Jahnke scheut sich, von einem verdienten Sieg der Viktoria zu sprechen.

Die Viktoria Herxheim kann doch noch siegen: Nach fünf Spielen in Folge ohne Dreier hat der Fußball-Verbandsligist in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gegen Nachbar FSV Offenbach gab es einen 3:1 (1:1)-Sieg, womit die Chance auf den zweiten Tabellenplatz gewahrt bleibt.

Schönstes Wetter, Freitagabendspiel, der Nachbar ist zu Gast, der in diesem Jahr erst einmal den Platz als Verlierer verlassen musste, und die Anhänger beider Teams in guter Stimmung: 566 zahlende Zuschauer schauten sich das Spiel an. Sie konnten mit den spielerischen Leistungen zufrieden sein.

Sehenswerter Kopfball

Die Gastgeber gingen mit dem Plan ins Spiel, den FSV hoch anzulaufen und mit energischer Zweikampfführung Bälle zurückzugewinnen. Die Idee ging auf, weil der FSV die sonst vorhandene Ballsicherheit vermissen ließ und vor allem in der Anfangsphase in den Zweikämpfen oft den Kürzeren zog. Die Viktoria übernahm die Spielkontrolle. Mit gutem Aufbau löste sich Herxheim aus der eigenen Hälfte, fand schnell in die Tiefe und sorgte gleich für gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Gehäuse. Der Ball lief gleich über mehrere Stationen. Sascha Banspach brachte bereits in der 4. Minute nach einer Maßflanke von Sebastian Trapp mit einem sehenswerten Kopfball sein Team mit 1:0 in Führung.

Die klar dominierende Viktoria versäumte es allerdings nachzulegen. Das Offensivspiel der Blauhemden bekam einen Bruch. Der FSV kam immer besser ins Spiel. Einzige nennenswerte Gelegenheit für die Einheimischen war ein Freistoß von Kapitän Raphael Gehrlein in der 20. Minute, der sein Ziel ganz knapp verfehlte. So kam es, wie es kommen musste. Bei der ersten nennenswerten Chance der Gäste gelang Tim Hörner aus dem Getümmel vor Torhüter Björn Herzig der 1:1-Ausgleichstreffer (26.).

Torhüter Stabel ahnt die Ecke

In der Folgezeit konnte sich der FSV bei seinem glänzend aufgelegten Torhüter Mika Stabel bedanken, dass es bis zum Pausenpfiff bei diesem Zwischenstand blieb. Der Beginn der zweiten Hälfte war ein Spiegelbild des ersten Durchgangs: Die Viktoria legte wieder los wie die Feuerwehr. Marcel Meinzer erzielte in der 47. Minute die erneute Führung. Dann die 54. Minute, die bereits eine gewisse Vorentscheidung hätte bringen können. Tim Hörner brachte einen Gegenspieler im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Vincent Ritter vom TuS Münchweiler-Alsenz zögerte keinen Augenblick mit seiner Entscheidung. Marcel Meinzer scheiterte jedoch mit dem fälligen Strafstoß an Torhüter Stabel, der die Ecke ahnte und glänzend abwehrte.

Die Entscheidung fiel in der 75. Minute: Bei einem Eckball war wiederum Sascha Banspach zur Stelle und erhöhte mit seinem zweiten Kopfballtreffer auf 3:1.

Einsatzzeiten für Junioren

Offenbach steckte nicht auf, fand aber kein Rezept, um die Gastgeber noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Viktoria-Trainer Jens Bodemer hielt am Vorhaben fest, junge Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Mathis Mankopf kam schon in der 8. Minute für Christoph Wörzler aufs Feld. Nathan Ikubu, Teamkollege in der A-Junioren-Regionalligaelf, und der 19-jährige Samuel Wolf, der in Offenbach wohnt und vom U19-Regionalliga-Team des FC Speyer zurückgekehrt ist, bekamen Kurzeinsätze.

Was die Trainer meinen

Bodemer sah das Spiel so: „Wir waren von Beginn an sehr präsent und man hat uns angemerkt, dass wir mit aller Macht das Spiel gewinnen wollten.“ Seine Mannschaft habe über die volle Spielzeit mit hoher Intensität spielen können und habe eine große Laufbereitschaft investiert.

Offenbachs Trainer Daniel Jahnke scheute sich, von einem verdienten Sieg der Viktoria zu sprechen. Vor den Gegentoren habe seine Mannschaft nicht konsequent genug verteidigt. Mit Ursache für die Niederlage seien die schnellen Tore in der Anfangsphase sowie zu Beginn der zweiten Hälfte gewesen.

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