Lokalsport Südpfalz Viktoria Herxheim II dritter Aufsteiger
«MINFELD.» Der SV Viktoria Herxheim II hat nach den Meistern TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen und FC Bavaria Wörth den Sprung in die südpfälzische A-Klasse geschafft. Im dritten Entscheidungsspiel gegen den West-Zweiten FV Queichheim gewann er gestern vor 950 Zuschauern in Minfeld erstaunlich überlegen mit 4:1 (2:0).
Die Herxheimer Fans hatten ein ungutes Gefühl, als Mike Tiator bereits in der 6. Minute nach einer schweren Knieverletzung mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. In der 13. Minute musste Dennis Bodenseh mit einer Oberschenkelzerrung vom Platz. Für ihn kam Florian Müller – der als „Joker“ entscheidend Einfluss auf das Ergebnis nehmen sollte. Die Herxheimer steckten den Schock schnell weg. Der FV Queichheim wurde Zug um Zug in seine Hälfte zurückgedrängt. Dann die 23. Minute: Florian Müller dringt in den Queichheimer Strafraum ein, Patrick Buchele bugsiert bei der Grätsche den Ball über die Seitenlinie, Müller geht zu Boden. Schiedsrichter Stefan Kopf (Knittelsheim) gibt Elfmeter und zieht sich mit dem umstrittenen Pfiff den Unmut der „Frösche“ zu. Auf den Rängen war man sich einig: Das war kein Elfer. Sebastian Moch ließ sich nicht beirren und sorgte für das 1:0 der Viktoria. Sekunden später nutzte Cristian Cenusa die Verwirrung in der Queichheimer Mannschaft und schlug als Routinier mit dem 2:0 zu. Queichheims Trainer Mario Brod haderte mit der Leistung des Schiedsrichters. Wie schon in Herxheim sei seine Mannschaft auch beim dritten Relegationsspiel benachteiligt worden, sagte Brod nach der Begegnung sichtlich verärgert. „Der unberechtigte Elfer war für mich der Knackpunkt in dieser Partie.“ Pech hatte Moch in der 44. Minute, als sein Schuss von der Innenkante des Pfostens ins Feld zurücksprang. Nach dem Rückstand fehlte Queichheim lange der Esprit, die Ordnung und die Präzision. Enrico Casas und Yannick Kästle bekamen wenig Zugriff im Zentrum, die offensiven Außen unterstützten defensiv nur sporadisch. Nach der Pause konnte Queichheim vage Torchancen verbuchen, ohne das Spiel noch einmal wenden zu können. Als Müller nach Vorarbeit von Cenusa das 3:0 besorgte (56.), rutschte Queichheim das Herz in die Hose, machte sich Resignation breit. Es war kein Aufbäumen mehr zu sehen. Die hochsommerlichen Temperaturen leisteten dazu noch ihren Beitrag. Das 4:0 durch Moch (63.) war schließlich nur noch eine Formsache. Schließlich auch das 4:1, das Markus Johann (76.) per Kopf erzielte. Am Ende stand der FV Queichheim mit leeren Händen da, musste aber anerkennen, dass Herxheim wieder die bessere Mannschaft war. Queichheim war der Erfolgsdruck anzumerken. Keiner traute sich so richtig etwas zu. Für die Viktoria-Schützlinge von Sebastian Moch ist mit dem Aufstieg ein Traum wahr geworden: „Wir wurden heute für unseren Aufwand, den wir in dieser Runde betrieben haben, belohnt.“ Der Jubel und die Anerkennung für die große Willensleistung der Viktoria waren riesig. Queichheim wird in der kommenden Saison einen neuen Anlauf nehmen. So spielten sie Viktoria Herxheim II: Hublitz – Felix, Andruszko, Eck, Scherrer – Tiator (6. Wagner), Stenner, Slatnek (75. Jochim), Moch, Bodenseh (13. Müller), Cenusa FV Queichheim: Laporte - Borger, Diet-rich (81. Maier), Buchele, Johann – Kott (60. Roth), Arnoldi, Mitchell (75. Stern), Minch – Casas, Kästle Tore: 1:0 Moch (23., FE), 2:0 Cenusa (24.), 3:0 Müller (56.), 4:0 Moch (63.), 4:1 Johann (76.) - Gelbe Karten: Andruszko, Müller - Buchele, Arnoldi - Schiedsrichter: Kopf (Knittelsheim) - Zuschauer: 950