handball RHEINPFALZ Plus Artikel TV Offenbach spielt um seinen Heimnimbus

TVO-Keeper Florian Pfaffmann bekommt es mit dem Oberliga-Toptorschützen zu tun.
TVO-Keeper Florian Pfaffmann bekommt es mit dem Oberliga-Toptorschützen zu tun.

Auswärts hat Aufsteiger TuS Daun noch nichts gerissen in der Oberliga. Der TV Offenbach will dafür sorgen, dass es dabei bleibt. Was sagt Trainer Michael Übel zur ersten Niederlage in Homburg und über den Torjäger des kommenden Gegners?

Nach der Niederlage in Homburg erwartet Handball-Oberligist TV Offenbach am Sonntag um 18 Uhr einen spannenden Gegner: Der TuS 05 Daun überzeugt als Aufsteiger mit einem spielerischen Ansatz und dem Toptorschützen.

Die erste Pleite der Saison in Homburg ist von TVO-Trainer Michael Übel „schwer einzuordnen“. Er wäre glücklicher, wenn seine Mannschaft ihre beste Leistung gezeigt und verloren hätte. Das sei aber nicht so gewesen. Es hätten immer irgendwo ein paar Prozentpunkte gefehlt, so der Trainer. „Trotzdem hatte ich bis auf die letzten fünf Minuten nie das Gefühl, dass das Spiel schon verloren ist“, sagt Übel. Es sei ihm viel wert zu wissen, dass seine Mannschaft sich nicht aufgebe. Die Serie an Heimsiegen will der TVO aufrechterhalten.

Die Sache mit Domaschenko

Als „Überraschung der Saison“ betitelt Offenbachs Trainer das Abschneiden der Dauner Handballer, die aus der Rheinlandliga vor Corona in die Oberliga aufgestiegen waren. Das Team von Igor Domaschenko steht mit 7:9 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz Seit Juni 2020 ist er Trainer in der Eifel. Er kennt den TVO aus seiner Zeit bei der SG Gösenroth/Laufersweiler. In Sohren trafen die Mannschaften 2017 in der Relegation aufeinander, Offenbach gewann.

Zuletzt schlug Daun den Tabellennachbarn Bingen mit 35:26 in eigener Halle. Auswärts warten die Vulkaneifeler allerdings weiterhin auf einen Punktgewinn: Bei der HSG Eckbachtal, in Worms und in Dansenberg gab es Niederlagen.

Sie hätten den Vorteil, gewöhnt zu sein, zu Hause ohne Harz zu spielen. „Aber man muss Respekt haben vor ihrer Punkteausbeute als Aufsteiger“, sagt Übel über den Gegner und lobt dessen Spielanlage: „Das machen die Dauner spielerisch besser als viele andere Oberligisten. Sie sind sehr variabel.“ Auch in der Abwehr macht es Daun anders als andere Teams und deckt in einer 3-2-1-Formation.

Zu Hause gegen Aufsteiger Favorit

Gefährlichster Mann des Dauner Angriffs ist Rückraumspieler Kai Lißmann. Er steht nach acht Spielen bei 92 Toren, 67 davon sind reine Feldtore. Nächstbeste Werfer der Dauner sind Kreisspieler und mitspielender Cotrainer Patrick Brümmer (29) sowie Sebastian Praeder (25).

„Lißmann ist ein sehr dynamischer Spieler, hat trotzdem eine große Wurfgewalt. Er kommt eher aus der Nahdistanz zum Abschluss, geht gerne auf acht, neun Meter oder ins Eins-gegen-eins“, beschreibt Übel den Toptorjäger. Dennoch: „Es ist ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger, da sind wir Favorit.“ Maximilian Daum hat nach seiner Verletzung noch Trainingsrückstand. Ob Felix Kästel, der sich in Homburg verletzt hat, und Tino Gläßgen spielen, ist fraglich.

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