Handball
TV Offenbach nach Heimsieg Oberliga-Zweiter
32:25 (17:13) gewinnt der TV Offenbach am Sonntagabend in der Handball-Oberliga gegen die HSG Eckbachtal. Am Ende fehlen den Gästen die letzten Prozentpunkte, um noch mal für Gefahr zu sorgen. Als „klassischen Arbeitssieg“ betitelte TVO-Trainer Tobias Job den Auftritt seiner Mannschaft. Eckbachtal machte es insgesamt besser als in den Vorjahren, als es in der Queichtalhalle regelmäßig herbe Klatschen gab. „Wir haben gut angefangen, sind dann aus dem Tritt gekommen. Das Spiel wurde hektisch und wir haben uns in der zweiten Halbzeit schwer getan, den Deckel drauf zu machen“, so Job.
Harte Linie
Bereits nach 17 Minuten zeigte das Schiedsrichtergespann die insgesamt fünfte Zeitstrafe an. Nach einem anfänglichen 6:2 glichen die Gäste in zeitweise doppelter Überzahl zum 6:6 (13.) aus und gingen wenig später durch Jochen Schloß in Führung (16.). Wirklich unfair oder ruppig war und wurde die Partie jedoch nicht. Vielmehr setzten die Unparteiischen das Strafmaß zu früh zu hoch an. In den restlichen 40 Spielminuten folgte nur noch eine Zeitstrafe – in der 53. Minute beim Spielstand 29:23.
Beide Teams mussten fortan aufpassen, hatten doch sowohl Mario Fuchs als auch HSG-Spieler Maximilian Schreiber schon früh zweimal eine Zwei-Minuten-Strafe gegen sich gesehen. Gäste-Coach Mohamed Subab, der in Vertretung von Thorsten Koch das Kommando hatte, musste in der Abwehr umstellen, um nicht auf Schreibers wichtige Offensivaktionen verzichten zu müssen, sollte er das dritte Mal daneben greifen. „Aber die Schiris werfen uns nicht die Tore. Im Endeffekt haben wir selbst zu viel liegen lassen“, so Subab. Nach dem 8:9 (19.) berappelte sich der TVO bis zum Pausenpfiff wieder, führte mit 12:10 (24.) durch den guten Christoph Kunz und erhöhte durch Lukas Klein auf 17:13 kurz vor dem Pausenpfiff.
Schiri blockt Konter
Der zweite Durchgang startete für die Gastgeber höchst kurios: Erst wurde Tino Gläßgens Fehlwurf unter Bedrängnis am Tor vorbei als Treffer gewertet, erst nach Protesten der HSG zurückgenommen und dem TVO ein Siebenmeter zugesprochen (32.). Fünf Minuten später stand der Feldschiedsrichter dem durchstartenden Nico Bader im Weg und blockte damit den Konterlauf des TVO. Beide gingen zu Boden, der Ball landete bei Eckbachtal und die Halle wurde laut. Die Gastgeber behielten jedoch die Ruhe und setzen sich in der Folge dann doch ab. Mit Toren von Bader und Sebastian Mohra im Konter sowie erneut Lukas Klein führte der TVO komfortabel mit 25:18 (46.).
Dann allerdings kam erneut ein kleiner Bruch ins Spiel des TVO. Auch dank dreier Tore von Linksaußen Timo Kluzik kamen die „Gekkos“ bis auf drei Treffer heran, das 26:23 (50.) sorgte zumindest kurzzeitig für Spannung. Durch drei Einzelaktionen von Christoph Kunz und Andreas Benz legte Offenbach jedoch wieder einen Drei-Tore-Lauf hin. Nach dem 30:24 von Benz fünf Minuten vor dem Ende stand der Sieger fest.
Pause für Daum
„Schön ist anders, aber unterm Strich behalten wir die zwei Punkte“, sagte Job und fügte an: „Das können wir besser.“ Zufrieden war er mit Christoph Kunz, der in Abwesenheit von Maximilian Daum seine Sache auf der halb rechten Seite gut gemacht habe. Daum plage sich schon länger mit Achillessehnenproblemen herum. Er bekam gegen die HSG eine Pause, nachdem er unter der Woche nicht trainiert hatte und gegen OBK bereits in der zweiten Hälfte geschont werden musste, wie Job ausführte. Sein Team liegt aktuell hinter Spitzenreiter Bingen auf dem zweiten Platz. Subab war mit Bereitschaft und dem Engagement seines Teams „vollkommen zufrieden“: „Wir wussten, dass der TVO schnell ist und haben die erste Welle eigentlich lange gut unterbunden, das haben wir phasenweise gut gemacht. Am Ende haben uns zehn Prozent gefehlt.“