handball TV Offenbach beginnt mit Schützenfest
Schützenfest zur Rückkehr aus der Corona-Pause: Handball-Oberligist TV Offenbach schickt den Aufsteiger TV Nieder-Olm mit 36:20 (18:8) nach Hause. „Ein Start-Ziel-Sieg“, sagt TVO-Trainer Michael Übel nach dem ersten Rundenspiel.
Die 185 Zuschauer – bis auf 15 Gäste-Plätze galt die Halle als „ausverkauft“ – waren am Sonntagabend bei einem einseitigen Spiel. Der TVO war 60 Minuten lang voll da und mit der nötigen Härte in der Abwehr gnadenlos. Ballgewinne und Kontertore bestimmten das Spiel, im Positionsangriff musste Offenbach sich kaum beweisen. In der 18. Minute legte Gäste-Trainer Tino Stumps zum zweiten Mal die Time-out-Karte auf den Zeitnehmertisch. Zu viel lief für die Nieder-Olmer schief. Der TVO führte mit 12:3 (18.).
Unerfahrenheit mit Harz
„Wir sind einfach unfassbar schlecht ins Spiel gekommen, haben viele Gegenstöße gefangen und sind selbst nicht zum Abschluss gekommen“, sagte Stumps. Offenbach habe es gut ausgespielt und mit einer gewissen Härte gezeigt, dass es schon länger das Oberliga-Niveau gewohnt sei. Eine Unerfahrenheit auch im Umgang mit dem Harz konnte man den Rheinhessen nicht absprechen: Immer wieder kamen Pässe nicht an, Anspiele wurden nicht verarbeitet, Wurfbewegungen endeten im Ballverlust. In der Nieder-Olmer Halle herrsche Harzverbot, so Stumps.
Der TVO war zu stark und konsequent. Mittelmann Felix Kästel war kaum zu bremsen. Siebenmeter oder Zeitstrafen waren die Folge. Rückraumschütze Philipp Mohra traf, Fabian Graap rieb sich lange Zeit am Kreis auf und belohnte sich zu Beginn der zweiten Hälfte mit drei Treffern in Folge. Probleme bereitete der TVO-Abwehr lediglich René Schunath, der auf halb rechts den einen oder anderen Durchbruch hatte. Aus einem 18:8 zur Pause machte der TVO schnell ein 25:9 (40.). Den größten Vorsprung hatte er beim 30:13.
„In keiner Phase einen Hänger“
„Ich bin sehr froh über die Leistung. Gerade weil das erste Spiel einer Saison eine Wundertüte ist“, zeigte sich TVO-Coach Übel zufrieden. Seine Mannschaft habe gar nichts anbrennen lassen und „in keiner Phase des Spiels einen Hänger“ gehabt. „Dass ich durchwechseln konnte und jeder Spieler auf seine Minuten kam, ist zu Beginn einer Saison sehr wichtig.“
Auf der Gegenseite entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer ein Teufelskreis: „Für unsere Spieler von der Bank war es dann schwer, ins Spiel zu finden. Bei so einem Rückstand bist du nicht mehr frei im Kopf“, sagte Stumps.