Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TSV Landau eine Erfolgsgeschichte

Der Meister (von links): stehend Betreuer Jochen Burkart, Spielleiter Aydin Tas, Xhevat Shaqiri, Armin Zec, Okan Simsek, Oktay U
Der Meister (von links): stehend Betreuer Jochen Burkart, Spielleiter Aydin Tas, Xhevat Shaqiri, Armin Zec, Okan Simsek, Oktay Uzun, Max Sprick, Hasan Coskun, Fabio Stapane, Serkan Sendar, Denis Thomas, Trainer Akin Özer. kniend Zeugwart Tugay Rasim, Müslüm Talsik, Anil Akal, Mustafa Günay, Milan Schwarzwälder, Shyukri Mahmud, Safak Metin, Hassnen Al Hogame, Johannes Alt.

Mit der dritten Meisterschaft in Folge hat der TSV Landau den Sprung in die Bezirksliga geschafft. Was Erfolgstrainer Akin Özer über sich und den Erfolg in der A-Klasse sagt.

70 Punkte, sechs Zähler mehr als Verfolger SV Erlenbach, im Schnitt rund vier Tore pro Spiel. Aufsteiger TSV Landau stellt die erfolgreichste Fußballmannschaft in der Stadt. Klar, dass der Durchmarsch gefeiert wurde. Es wurde getanzt, gesungen, unzählige Korken knallten in die Luft. Dann ging es auf einem von Hauptsponsor Bau-Simsek zur Verfügung gestellten Lkw durch die Stadt zum Rathaus. „Champione, Champione, ole, ole, ole“ schallte es von der Ladefläche.

„Schön zu sehen war, dass auch Außenstehende unserer Mannschaft applaudierten“, sagt Spielleiter Aydin Tas. Weil die Titelentscheidung ziemlich lang offen war, konnte die angedachte Abschlussfahrt nach Prag nicht organisiert werden. Sie soll auf jeden Fall nachgeholt werden. Tas reizt die neue Aufgabe in der Bezirksliga.

Start holprig

Max Schwind und Serkan Sendar hatten die meisten Einsätze: 28. Sie fehlten nur bei zwei Begegnungen. Erfolgstrainer ist der als Spieler verbandsligaerfahrene Akin Özer, der zugibt, die Aufgabe beim TSV in der C-Klasse mit einem mulmigen Gefühl angetreten zu haben. Aber dann hat ihn das Konzept mitgerissen.

Der Saisonstart in der A-Klasse verlief nicht optimal. Özer hatte nur zwölf von 23 Akteuren und musste auf die zweite Mannschaft zurückgreifen, die in der D-Klasse neu startete. Dann brauchte es Zeit und Geduld, bis die Urlauber nach vier, fünf Wochen Training fit wurden. „Mit Extraeinheiten haben wir die Vorbereitungslücke schließen können“, so der 44-Jährige. Dann das Platzverweis-Festival gegen Freckenfeld (3:4). Viermal Rot. „Unsere Funktionäre und ich sind eingeschritten, sonst hätte der Unparteiische noch mehr Rote Karten gezeigt“, ist sich der Coach sicher.

Ausfälle

Hinzu kam Pech mit Verletzungen. Denis Thomas, mit 39 Treffern zweitbester Torjäger (hinter dem Wollmesheimer Yannick Schneider), fiel neun Wochen aus. „Wir hatten sozusagen keine Stürmer, weil Hasan Coskun sich mit einer Schambeinentzündung herumplagte, aber der Mannschaft zuliebe mit Schmerztabletten spielte“, so Akin Özer. Als Denis Thomas wieder einigermaßen fit war, musste Coskun fast zwei Monate pausieren. Und im letzten Spiel der Vorrunde verletzte sich Emre Sayincan an der Schulter. Er fehlte drei Monate.

Dass es unterschiedliche Nationalitäten im TSV-Team gibt, war bekannt. Aber so viele? „Wir sind eine multikulturelle Mannschaft aus Deutschen, Italienern, Bosniern, Türken, Irakern und Albanern“, so die Auskunft des Trainers. Aber seien hier geboren beziehungsweise aufgewachsen. „Sowohl im Training/Spiel als auch außerhalb des Platzes wird bei uns Deutsch gesprochen“, sagt Özer, der sich für die Heimspiele in der Bezirksliga mehr Zuschauer auf dem Ebenberg als die durchschnittlich 70 bis 100 wünscht. Dass es den einen oder anderen Verein gegeben haben soll, der mit dem TSV ein Problem hatte, lässt Özer nicht gelten: „Ich behaupte, dass wir auf allen Sportplätzen willkommen waren und viele Vereine gerne zu uns gekommen sind. Daher haben wir mit allen Vereinen ein gutes Verhältnis.“

Mannschaft besser gemacht

Abgesehen von Freinsheim, seien die künftigen Konkurrenten im Umkreis von 35 bis 50 Kilometer. Er selbst, aus Wörth kommend, habe die weiteste Strecke zu fahren.

Wie beschreibt Akin Özer sich und seine Mannschaft? „Ich bin unheimlich zielorientiert, habe eine klare Idee, was ich von meinem Team sehen will. Ich lasse mich nicht durch äußere Einflüsse abbringen, mein Ziel zu erreichen.“ Er arbeite gerne mit Formations- und Positionswechseln. Akteure, die vorher unterklassig gespielt hätten, könnten jetzt gegen höherklassige Mannschaften sehr gut mithalten. Allerdings kann der Coach mit Safak Metin vorerst nicht mehr rechnen. Metin geht berufsbedingt in die Türkei.

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