Lokalsport Südpfalz Starre Blicke ins Nichts

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Römerberg (jmr). Fußball ist nicht immer fair. Das musste der FSV Offenbach am Montagabend nach der unglücklichen 3:4 (2:2)-Niederlage beim Verbandsliga-Tabellenführer TuS Mechtersheim feststellen.

Nach dem Spiel saßen oder lagen die Offenbacher Spieler auf dem Rasen und starrten ins Nichts. Die Enttäuschung war fast greifbar. Währenddessen eskortierten vier Ordner den Unparteiischen vom Spielfeld. Über ihm, der den Elfmeter vor dem entscheidenden 3:4 kurz vor Spielende gepfiffen hatte, entlud sich der geballte Frust der mitgereisten FSV-Fans. Aber auch Offenbachs Coach Dietmar Bittner ging mit dem Schiedsrichter hart ins Gericht: „Sein Elfmeterpfiff hat das Spiel entschieden. Und wieder war es einmal ein Pfiff gegen uns.“ Das Glück war nicht mit dem Drittletzten der Verbandsliga, der sich mit viel Engagement und Mut beim Primus präsentiert hatte: „Wir hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt“, lautete Bittners trotziges Resümee. Sein Gegenüber Schmitt, der zwischenzeitlich den Vorsprung auf die Verfolger Morlautern und Rieschweiler schwinden sah, gab zu, dass ihm nach dem Schlusspfiff „470.000 Steine vom Herzen gefallen“ seien. Offenbach war phasenweise die bessere Mannschaft. Der Tabellenführer, dem die Hälfte der Viererkette vor dem Spiel abhanden gekommen war, zeigte sich anfällig gegenüber dem stetigen Offenbacher Pressing. Immer wieder leistete sich die TuS-Abwehr grobe Schnitzer, Christoph Wörzler (27.) und Alexander Wiemers (31.) wandelten in der ersten Hälfte zwei in Tore um. Allein der beste Mannschaftsteil der Gastgeber, die Offensive, hielt selbige im Spiel und die Partie zur Halbzeit ausgeglichen. Zweimal baute Mechtersheims Trainer seine Innenverteidigung um, indes die Fehler blieben. Und wiederum Wörzler nutzte einen weiteren zum 2:3 (49.). Aber Offenbach musste den Preis für seinen Aufwand zahlen: Das andauernde Pressing und die kampfbetonte Gangart hinterließen ihre Spuren, die Kraft ließ im Verlauf der zweiten Hälfte allmählich nach. Mechtersheim hatte mit Maximilian Krämer und Danko Boskovic neue Offensivkräfte gebracht, der Druck des Tabellenführers wurde immer stärker. Bitter: Thorsten Ullemeyer als ehemaliger Offenbacher drehte mit drei Toren die Begegnung zugunsten des TuS Mechtersheim. Auch wenn Bittner die letzten beiden Treffer sehr kritisch sah: „Das eine Tor war ein Handspiel und der Elfmeter ein Witz.“ Zwei Offenbacher Verteidiger hatten TuS-Stürmer Eric Veth im Strafraum angegriffen, einer Berührung folgte der unvermeidliche Fall. Selbst TuS-Trainer Manfred Schmitt gestand später ein, dass der Sieg glücklich ausgefallen sei. Offenbach habe einen großen Kampf geboten. Dass seine Mannschaft ein gutes Spiel mit viel Einsatzfreude abgeliefert hat, wusste auch Bittner. „Dafür können wir uns im Abstiegskampf nichts kaufen“, lautete sein freudloses Fazit. Auch sein nach einer Erklärung suchender Blick ging erst einmal ins Nichts. So spielten sie FSV Offenbach: Mandery - Steigner, Bender (74. Kauz), Meinzer (85. Mustafa), Hayes - Hörner, Bach (46. Gehrlein) - Bittner, Wörzler, Wiemers - Stock.

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