Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Pfälzer Kart-Fahrer stellt Rekord für die Ewigkeit auf

Mit dem Kart ist kaum einer schneller als Elias Frey.
Mit dem Kart ist kaum einer schneller als Elias Frey.

Die Pfalz hat mit Elias Frey einen Ausnahmepiloten im Kart-Slalom. Seit 2013 fährt er in der Spitzengruppe seiner jeweiligen Altersklasse mit und ist zu außerordentlichen Meisterehren gekommen.

Elias Frey ist mehr als ein Aushängeschild des pfälzischen Motorsports. Der junge Pilot beherrscht seit zehn Jahren den Jugend-Kart-Slalom in der Pfalz und bei seinen Gaststarts in umliegenden ADAC-Regionalverbänden zeigte er immer wieder, dass er auch in Nordbaden, Mittelrhein und dem Saarland mit den dortigen Spitzenfahrern mithalten kann. Seine ruhige Art zeichnet ihn aus. Er freut sich über seine Erfolge, ohne dabei überschwänglich zu werden.

Der erfolgreiche Pilot aus Gommersheim vergisst bei all seinen Erfolgen nicht die Menschen, die mit dazu beigetragen haben, dass er heute zur deutschen Spitzengruppe gehört. Einmal ist es sein Vater Matthias, der bei seinen Radtouren auf den Jugend-Kart-Slalom in Maikammer aufmerksam wurde und Elias davon erzählte. Das war der Anfang einer erfolgreichen Karriere in diesem Motorsport der Jugend, die sich noch ein Jahr fortsetzen wird. Mit Regina Michalzik fand er beim dortigen Automobil-Club eine Trainerin, die mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl dem Nachwuchs die Besonderheiten und Feinheiten dieser Sportart beibrachte. Nach dem Ende der erfolgreichen Zeit in Maikammer wechselte Frey zum Motorclub Haßloch. Trainer Helmut Müller erkannte sofort sein großes Talent und setzte seine bislang schon erfolgreiche Ausbildung fort. „Es macht immer Spaß, mit Elias zusammenzuarbeiten“, sagt Müller.

Sechs Meisterschaften bleiben unerreicht

Anerkennend erzählt Elias Frey von der Unterstützung seiner Eltern, Nicole und Matthias Frey. Denn ohne deren Bereitschaft, ihn über die vielen Jahre zu den Trainingseinheiten und zu den Wettbewerben zu fahren, wäre er heute nicht so erfolgreich. „Sie haben viele Stunden ihrer Freizeit mir zukommen zu lassen, was ich ihnen hoch anrechne“, sagt der junge Motorsportler. Dann sind da noch die Großeltern, Gisela und Walter Frey sowie Elke und Franc Munic, die ihn auf viele Arten unterstützen und sich mit ihm über seine Erfolge freuen. Vereint haben alle Familienmitglieder ihm zur Seite gestanden oder seiner Läufe mit Spannung verfolgt. „Sie haben mit einen Teil zu meinen Erfolgen beigetragen“, sagt Elias Frey.

„Ein Rekord für die Ewigkeit, den der junge Pilot aus Gommersheim geschafft hat“, lobt Friedhelm Kissel, der Sportleiter des ADAC-Pfalz. „Sechs Meisterschaften wird es künftig nicht mehr geben, sodass es ein einmaliges Ereignis ist“, sagt Kissel weiter. Denn im kommenden Sportjahr gibt es nur noch die Pfalzmeisterschaften mit Elektromotoren und der Bundesendlauf wird mit den Deutschen Meisterschaften fusioniert, womit letztlich nur noch vier Meisterschaften ausgefahren werden. Dazwischen liegen die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften und die südwestdeutschen Meisterschaften.

Elias Frey
Elias Frey

Hohe Auszeichnung für Elias Frey

Beim Ehrenabend des ADAC-Pfalz gab es den Gert-Rasching-Gedächtnispreis für Elias Frey. Eine Auszeichnung, die vom Regionalverband an äußerst erfolgreiche Motorsportler verliehen wird. Damit steht der Gommersheimer Gymnasiast bei den Ehrungen auf gleicher Stufe wie der mehrfache Deutsche Rallye-Meister Marijan Griebel oder Marvin Fritz, der Langstrecken-Mannschaftsweltmeister im Motorradsport.

Mit dem Erreichen der Altersgrenze von 18 Jahren im kommenden Jahr ist für den Südpfälzer noch lange nicht Schluss. Seit zwei Jahren sitzt er im Slalom-Fahrzeug des pfälzischen ADAC-Regionalverbandes und überzeugt auch dort mit Bestzeiten. In den letzten beiden Jahren ist er jeweils Vize-Pfalzmeister geworden und hat bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften überrascht, indem er gegen starke Konkurrenz aus der Pfalz und vom Mittelrhein den Titel einfuhr. Die schulische Ausbildung rückt trotz all seiner Erfolge keinesfalls in den Hintergrund. Im nächsten Jahr steht das Abitur an und daran soll ein Studium in Anlehnung an den Bausektor erfolgen. Sportlich soll es auch weitergehen. Vielleicht bietet sich ihm die Chance, auf der Rundstrecke weiter erfolgreich zu sein.

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