Fußball
Manuel Hornig, die Arminia und der FCK
Arminia Bielefeld empfängt an diesem Samstag (13 Uhr) in der 2. Fußball-Bundesliga den 1. FC Kaiserslautern. Auf der Tribüne wird ein Pfälzer mit FCK-Vergangenheit sitzen.
Manuel Hornig ist mit Arminia 2013 und 2017 in die 2. Liga aufgestiegen. 2017 beendete er seine Karriere. „Ich hatte einen Anschlussvertrag bei Arminia, war dann auch im Trainerteam von Uwe Neuhaus in der Bundesliga und für das Talenttraining zuständig“, sagt der in Rheinzabern groß gewordene Hornig. Er war auch U19-Trainer bei Arminia und führte die Traditionsmannschaft.
Papa-Taxi
Hornig ist Lehrer am Bielefelder Helmholtz-Gymnasium, einer Eliteschule des Fußballs, wo er Sport und Erdkunde unterrichtet. Der Familie zuliebe – die Hornigs haben drei Kinder, Emil (12), Pepe (10) und Romy (6) – verabschiedete er sich von diesen Aufgaben im Verein. Ihm ist wichtig, dass die Kids Sport treiben, da dient er gerne als Papa-Taxi. Seit einigen Monaten fungiert Hornig, der nächsten Donnerstag 43 Jahre alt wird, als Sportlicher Berater des Aufsichtsrates des DSC Arminia.
„Wir sind hier auch beruflich verwurzelt, auch meine Frau ist Lehrerin, alle drei Kinder sind hier geboren“, sagt der Südpfälzer, der in Ostwestfalen Wurzeln schlug. Seine Eltern leben in Rheinzabern, seine Frau stammt aus Mutterstadt, „Den FCK verfolge ich immer noch mit einem Auge, aber viele Kontakte gibt es nicht mehr“, sagt Hornig, der 2008 vom Zweitliga-Absteiger Kickers Offenbach kam, die zweite Mannschaft als Innenverteidiger führen sollte. Nach kurzer Zeit aber beorderte Milan Sasic Hornig von den Amateuren zu den FCK-Profis. Da waren Mentalität und Leidenschaft gefragt – die brachte Hornig mit.
Aus Rückschritt wird Fortschritt
Zum FCK geholt hat ihn Fritz Fuchs, der damals als Teammanager wirkte. Am Samstag wird Fuchs, früher auch einmal Arminia-Coach, auf der Alm erwartet. „Ich hatte nach dem Abstieg in Offenbach keinen Vertrag mehr bekommen, dann waren das gefühlt zwei Schritte zurück“, erinnert sich Hornig. Der Rückschritt wurde zum Fortschritt! „An den Bundesliga-Aufstieg mit dem FCK 2010 denke ich immer noch gerne zurück, auch wenn ich da keine Führungsrolle spielte. Das war bei den Aufstiegen mit Arminia noch mal was ganz anderes, als Leistungsträger, dann als Kapitän“, schildert Hornig. 20 Spiele mit zwei Toren hat er für die FCK-Profis bestritten – mehr und einen längeren Kontrakt verhinderte auch eine schwere Sprunggelenkverletzung. So kam Hornig, beim FCK von Trainer Marco Kurz als Teamplayer geschätzt, nach einem Zwischenspiel in Koblenz 2011 auf die Alm.
Manuel und die Pose mit Carsten Rump
Als der FCK am 27. September 2025 in Paderborn gastierte, war Pepe, Manuels zweitältester Sohn, im FCK-Trikot und mit FCK-Mütze im Stadion und posierte mit FCK-Co-Trainer Carsten Rump für ein Foto. „Carsten kenne ich ja aus seiner Zeit als Co-Trainer von Arminia“, berichtet Hornig von dem besonderen Kontakt. Gute Erinnerungen verbindet er mit seinen fünf Jahren beim SC Hauenstein, seiner ersten Station bei den Aktiven. Er kam 2000 aus der Jugend des Karlsruher SC in die Südwestpfalz. „Ich war damals noch Stürmer, Robert Jung war mein Trainer, ein überragender Fachmann. Genau genommen hat mich Robert Jung in Hauenstein in den letzten 20 Minuten, wenn ich kaputt war, als linken Verteidiger reingestellt, weil er mich auf dem Platz haben wollte. Ich konnte das Spiel gut antizipieren, denke ich“, sagt Gymnasiallehrer Hornig beim Blick zurück auf die fußballerische Umschulung.