Lokalsport Südpfalz Kuriose Gegentore

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«OFFENBACH.» Das Spiel spiegelt gut den Saisonverlauf beider wider. 2:4 (2:1) verlor der FSV Offenbach am Mittwochabend in der Fußball-Landesliga gegen den FC Bienwald Kandel und ist in den Tabellenkeller eingezogen.

Der FSV begann stark. Christian Stamer verwertete völlig frei am Fünfmeterraum eine Hereingabe per Flugkopfball, 1:0 (1.). Die Mannschaft spielte überlegen, wurde nach einem zunächst abgewehrten Eckball von Sven Kollenda kalt erwischt, fing sich wieder und ging 2:1 in Führung. Einen Einwurf verlängerte Alexander Mellein mit dem Kopf so, dass der Ball über FC-Torwart Pascal Böllinger hinweg ins lange Eck flog (20.). Danach hatte der FSV viel Spielkontrolle, machte aber nichts mehr aus seinen Chancen. So drosch Mellein einen Ball übers leere Tor (29.), scheiterte Safak Metin mit einem zu zentral geschossenen Ball völlig frei aus zehn Metern am stark reagierenden Böllinger (42.), der zur Pause verletzt ausgewechselt werden musste. „Bis dahin waren wir da, haben mit Kurzpassspiel in die Tiefe Chancen gehabt, die zweiten Bälle auch bekommen, lediglich versäumt, das dritte oder sogar vierte Tor zu machen“, sagte FSV-Trainer Jahnke nach dem Spiel. „In der zweiten Halbzeit hat dann genau das gefehlt, und dann geht es durch zwei kuriose Gegentore schief.“ Die Gäste steigerten sich nach dem Seitenwechsel spürbar. FC-Trainer Marco Weißgerber resümierte: „In der ersten Hälfte waren wir nicht präsent auf dem Feld, haben dann etwas umgestellt auf drei Spitzen, um die Dreierkette der Offenbacher früher anzulaufen. Dann waren die Jungs auch im Derby drin, haben die Zweikämpfe angenommen.“ Zunächst hatte Yannik Kindler zwei Möglichkeiten nach Eckbällen, einmal wurde sein Schuss geblockt, den zweiten hielt FSV-Torwart Dennis Mandery (50.). Drei Minuten später fiel das 2:2, Noah Beierles Kopfballverlängerung ging eine Ecke voraus. Der FSV hatte sich noch nicht erholt, da stand es schon 2:3. Pascal Hüll drehte einen Freistoß aus halb rechter Position 25 Meter vor dem Tor rechts an der Mauer vorbei an den Innenpfosten, von wo das Spielgerät im Kasten des machtlosen Mandery einschlug. Mit einem weiteren Freistoß scheiterte Hüll später ebenso knapp (62.) wie Kindler mit seinem Kopfball (67.), ehe er steil angespielt wurde und trocken zum 2:4 einschoss (68.). Die Chance zum 3:4 ließ im Gegenzug Mellein liegen, im Eins-gegen-Eins scheiterte er an Lenske. Auf der Gegenseite vergab Kollenda die Riesenchance zum 2:5 (86.). Dann wurde es bunt: Einige Frustfouls und heftiges Reklamieren führten zu etlichen Gelben Karten und dem Platzverweis des Kandeler Kapitäns Yanik Wagner in der Nachspielzeit. Während sich Weißgerber über einen Lernfortschritt seiner „jungen und zusammengewürfelten Mannschaft“ freute, beklagte Jahnke fehlende Leistungskonstanz und rätselte, „weshalb sich unsere Defensive durch die Einwechslung des Hünen Noah Beierle so verunsichern ließ“. Jahnke: „Wir müssen verinnerlichen, dass wir in dieser engen Liga um jeden Punkt kämpfen müssen.“ So spielten sie FSV Offenbach: Mandery - Evrard, Hörner, Glaser - Rudy, Keakavocy, Becker - Metin, Hayes (59. Baumann) - Stamer (46. Lechnauer), Mellein FC Bienwald Kandel: Böllinger (46. Lenske) - Seringer, Wagner, Kindler, Taylor - Wood (46. Beierle), Sahin, Groß, Kollenda (89. Amezoug) - Hüll, Osmanovic Tore: 0:1 Stamer (1.), 1:1 Kollenda (10.), 2:1 Mellein (20.), 2:2 Beierle (53.), 2:3 Hüll (57.), 2:4 Hüll (68.) - Gelbe Karten: Glaser, Keakavocy, Hayes, Becker, Mellein, Evrard - Seringer - Gelb-Rote Karte: Wagner (90.+3) - Beste Spieler: Rudy - Hüll - Zuschauer: 265 - Schiedsrichter: Laque (Neustadt)

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