Lokalsport Südpfalz „Könnt’ mir in den Hintern beißen“

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LANDAU (mame). Mit Platz sieben ist das Landauer „mein-radladen.de – Südwestteam“ in die Radsport-Bundesliga gestartet. Am Sonntag steht der zweite Wettkampf an. Bei der 37. Erzgebirgsrundfahrt in Chemnitz will die vom Sportlichen Leiter Wolfgang Moster gecoachte Mannschaft nach Möglichkeit nicht viel an Boden verlieren.

Rund 160 knüppelharte Kilometer im Süden der sächsischen Großstadt warten auf Mosters Mannen. Beinahe schon legendär ist der Apothekerberg mit einer Steigung jenseits der 20-Prozent-Marke und Kopfsteinpflaster. Direkt nach der Stadtgrenze ist der erste längere Anstieg zu bewältigen. „Wir rechnen damit, dass das Feld wieder stark selektiert wird. Mehr als 50, 60 Fahrer werden das Ziel wohl nicht erreichen. Wir müssen uns mit aller Macht darauf konzentrieren, mindestens drei Fahrer darunter zu haben“, sagt Moster. Der Vorjahreszehnte ist nicht dabei: Oliver Scholer rätselt, warum er seiner Form des Vorjahres hinterherhinkt. „Wir haben ihm geraten, sich beim Arzt komplett untersuchen zu lassen. Vielleicht stimmen die Blutwerte nicht oder er hat noch einen Infekt in sich“, sagt Moster, dem eine sichere Bank wegbricht. Moster dazu: „Zum Glück können wir in diesem Jahr solche Ausfälle besser kompensieren als im Vorjahr, aber so langsam wird es eng, auch weil Thorsten Blatz ebenso weiter fehlt und wahrscheinlich erst zum Zeitfahren Ende Juni zurückkehrt.“ Einer, der heiß auf das Erzgebirgs-Rennen ist – und sich zuletzt in guter Verfassung zeigte - ist Jonas Engel. Im Vorjahr konnte der 21-Jährige die B-Klasse nicht halten, stieg in die C-Klasse ab, siegte aber sofort beim ersten Rennen der Saison in Polch und ist nun drauf und dran, den Durchmarsch in die A-Klasse, wo er rein von der Leistung schon längst sein müsste, zu vollziehen. „Ich könnt’ mir in den Hintern beißen“, sagt Engel verärgert, wenn er an das vergangene Wochenende denkt. Beim schweren Klassiker in Merdingen fuhr er vom Start weg in einer hervorragend besetzten Spitzengruppe. „Platz sieben wäre mir mal sicher gewesen“, sagt Engel und erklärt, weshalb er noch auf Platz 21 durchgereicht wurde: „Ich habe zu wenig gegessen und einen klassischen Hungerast bekommen.“ Immerhin weiß Engel nach einer kleinen erkältungsbedingten Rennpause in der Woche zuvor, dass die Form stimmt. Der Maschinenbaustudent hofft auf eine Platzierung unter den besten 20 bei einem, wie er sagt, ehrlichen Rennen: „Da gibt es kein Taktieren, keiner kann sich verstecken, jeder muss zeigen, was in ihm steckt“, so der Albstadter, der in diesem Jahr neu ins Landauer Team gekommen ist. Gefreut hat ihn, dass er der Mannschaft mit seinem 33. Platz zum Auftakt in Cadolzburg eine wichtige Platzierung eingefahren hat. „Ich konnte dem Team etwas zurückgeben“, sagt der Württemberger, der zu den ruhigen Vertretern im Feld gehört: „Jetzt hoffe ich, dass wir das Ergebnis von Cadolzburg als Mannschaft bestätigen. Ich denke, das ist möglich, wenn diese Woche nicht noch jemand krank wird.“

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