Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Landau/Land nicht mehr Letzter in Pfalzliga

 Der Landauer Tobias Schnabel hat nur noch Offenbachs Torhüter Julian Schwarzweller vor sich. Links Felix Kissel.
Der Landauer Tobias Schnabel hat nur noch Offenbachs Torhüter Julian Schwarzweller vor sich. Links Felix Kissel.

Zieht die HSG Landau/Land den Kopf aus der Schlinge? Das 31:24 (13:10) im Kellerduell mit dem TV Offenbach II ist der dritte Sieg hintereinander, am Tabellenende der Handball-Pfalzliga gab es einen Platztausch.

Zum fünften Mal in Folge verliert der TSV Kandel, wieder mit einem Tor. Trainer Christian Thomas hat beim Spiel in Großniedesheim trotzdem Spaß: „Gefühlt war es ein Sieg für die Mannschaft.“ Für den TV Wörth scheint der TuS Heiligenstein der Angstgegner zu werden.

Selbes Ergebnis wie vorige Saison

Wie in der vergangenen Saison unterlagen die Wörther im ersten Spiel der Rückrunde mit demselben Ergebnis. „Nach den krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen von Philipp Wesper, Ben Berger und Luka Milicevic mussten die angeschlagenen Julius und Alexander Scherrer ohne entsprechendes Training ran und mithelfen. Da merkte man, dass der Mannschaft nach 45 Minuten die Kraft ausging. Die Kondition und Konzentration fehlten und unglückliche Torwürfe kamen“, sagte Trainer Adrian Constantinescu nach der 30:31 (16:14)-Niederlage. Nach dem 2:5 nach zehn Minuten hatten die Gastgeber das Heft in die Hand genommen und stets geführt: 15:11, 20:16, 23:22 (47.). Daran hatten Felix Werling mit fünf von insgesamt acht Treffern und Jonas Lehnert mit vier von fünf den größten Anteil. Nach dem 23:25 konnte Wörth noch zweimal ausgleichen (25:25, 27:27), die Niederlage aber nicht verhindern.

Thomas: Jeder Abpraller zum Gegner

Kandels Trainer Christian Thomas machte nach der 35:36 (18:15)-Niederlage gegen die HSG Eckbachtal II ein großes Buch auf. Zuerst das unglückliche 30:31 gegen Landau, dann nach 28:24-Führung „zu hektisch und blauäugig“ in Wörth (31:35-Niederlage), das Wiederholungsspiel gegen Waldsee (nach 26:23-Führung Niederlage mit 28:29), diesmal eine 17:12-Führung und ein 30:27, das nicht reicht. Erstaunlich: Thomas freut sich, wie er sagt, die Mannschaft im Training wiederzusehen. „Die Stimmung in der Mannschaft war überragend“, stellte er nach dem Spiel fest, das ihn als Trainer forderte. Bastian Bernhard fuhr als Ergänzung mit, David Kunz, eigentlich nur noch „Stand-by-Spieler“, war dabei, Benjamin Simko trotz Verletzung. So hatte er elf Spieler. Tim Schwinghammer bot eine gute Leistung im Tor. Jonas Powik habe vor der Halbzeit super in der Abwehr gespielt, sei danach platt gewesen.

Thomas nahm Positionswechsel vor und sah, wie „jeder Abpraller zum Gegner gekommen“ ist: „Das bricht uns das Genick.“ Kandel ging nach dem 33:33 wieder in Führung und hatte kein Glück: Sven Anhaus, der auf 35:36 verkürzt hatte, scheiterte kurz vor Schluss mit einem Siebenmeter. Thomas: „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit etwas mehr Fortune noch ein paar Punkte holen. Das Spiel hat Spaß gemacht. Ich habe Bock aufs Training.“ Christoph Kunz (10) und Pascal Weiß (6) waren seine erfolgreichsten Werfer.

Gerstle: Müssen dranbleiben

Lukas Gerstle (10/4), Tobias Schnabel (8) und Florian Gerstle (7) waren Landaus stärkste Schützen zum Heimsieg gegen den TV Offenbach II, der nach dem 20:18 (46.) realistisch wurde. Lukas Müller erhöhte auf 26:20 in einem Spiel mit zwölf Zeitstrafen (Landau: acht) und 18 Siebenmetern (6:12). Philipp Trogler im HSG-Kasten parierte vier Strafwürfe, ehe er für die letzte Viertelstunde Cedric Hener hereinbat, der noch drei Strafwürfe abwehrte. Im Hinspiel hatte sich Lukas Gerstle schwer an der Schulter verletzt. Nicht nur er sei lange ausgefallen, sagte der Spielertrainer und ging auf Verletzungen von Marcus Benz und Yannick Steiner ein. Gerstle: „Man merkt, dass eine Zeit lang alle da sind, trainieren. Dann greifen die Mechanismen besser. Wir müssen dranbleiben.“

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