Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Glück in Kuhardt, Pech in Wörth

In Kuhardt: Matthias Scheik von der SG OBK nimmt sich den Wurf. Hinter ihm die Rodalber Dirk Buchheit und David Saradeth. Die Ga
In Kuhardt: Matthias Scheik von der SG OBK nimmt sich den Wurf. Hinter ihm die Rodalber Dirk Buchheit und David Saradeth. Die Gastgeber gewannen knapp.

Hauptsache gewonnen! Mit 27:26 holt sich die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam den nächsten Sieg in der Pfalzliga. Läuft es auf einen Titelzweikampf mit der HSG Dudenhofen/Schifferstadt hinaus, die sich in der Schlussphase in Wörth behauptet? Die HSG Landau/Land scheint die Kurve zu kriegen.

Das 27:26 (15:16) gegen die TS Rodalben ist der sechste Sieg der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam in der Handball-Pfalzliga. Vor dem Spiel schmolz das Personaltableau von OBK-Trainer Christian Job auf zwölf Spieler. Die Gäste hatten nur zehn Mann an Bord – und holten aus dem Rückraum und von den Außenpositionen das Maximale heraus. Fast jede Aktion ein Treffer und die Führung beim 6:7 und 12:13.

Wichtig für die Gastgeber: ein Dreierlauf vom 17:19 zum 20:19 (41.). Elias Horn erzielte auch das 21:20, 22:21 und 23:22. Mit acht Toren war er bester SG-Spieler. Nach dem 23:24 kam OBK zum 27:24 (58.). Typisch für diesen Tag: Die Spielgemeinschaft kam nochmals richtig in die Bredouille. Nach dem 27:26 war fast noch eine Minute zu spielen.

Fuhrmann mal ganz anders

In Wörth warf Jonas Lehnert das 26:25 gegen Spitzenreiter Dudenhofen/Schifferstadt. „Wir haben eine kämpferisch sehr gute Leistung gegen eine zu Recht oben stehende Mannschaft abgeliefert, aber am Schluss Pech gehabt“, sagte Yannic Fuhrmann nach der 27:32 (15:18)-Niederlage. Fuhrmann, zurzeit verletzt, vertrat zum ersten Mal den aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Peter Geiger als Coach und stellte fest: „Das Spiel von außen zu sehen, ist ein ganz anderes Gefühl, als wenn du im Spielgeschehen mehr im Tunnel bist.“

HSG-Trainer David Ötzel sprach von einem glücklichen Ende für seine Mannschaft: „Wir haben uns dieses Glück am Ende erarbeitet und gut auf die Latten- und Pfostenabpraller und kleinen Fehler der Wörther zum Schluss mit Kontern reagiert.“ In der Mannschaft des 27-Jährigen sind so gut wie alle Jahrgang 97 oder jünger. Bis zum 13:13 wechselte die Führung. Simon Richter, der wie Paul Schutzius sieben Treffer beisteuerte, erzielte das 14:18. Bis dahin hatten vor allem Felix Werling mit sechs und Maurice Schumacher mit vier Toren die Gastgeber im Spiel gehalten. Pascal Hänle und Jonas Lehnert brachten Wörth mit 25:24 und 26:25 (49.) in Führung. Nach vier Latten- und Pfostentreffern und zwei Fehlabgaben war das Spiel entschieden: 26:29, 27:32.

„Zu viel Rückwärtsbewegung“

Die HSG Landau/Land hat mit dem 36:34 (21:16) gegen den Aufsteiger TSV Kandel Anschluss ans Tabellenmittelfeld gefunden. Sie führte immer, beim 16:12, dem fünften Tor von Spielertrainer Lukas Gerste, erstmals klar (22.). Nach dem 27:21 wurde der Vorsprung kleiner: 30:27, 35:33 (59.). Im HSG-Angriff lief es nach Gerstles Einschätzung gut. Er warf zehn Tore, Lukas Müller sieben, Yannick Stein sechs Tore. Auch die Leistung der Torhüter Cedric Hener und Felix Schilling („starke Viertelstunde“) sei gut gewesen. Nicht gut: „zu viel Rückwärtsbewegung“ im Abwehrverhalten. Gegen eine Kandeler Mannschaft, die sich laut Trainer Jens Zwißler schlecht auf Spiele vorbereiten kann. David Kunz (vier Tore) und Sören Söllner (6) seien beruflich bedingt nur donnerstags im Training, Marius Mirle und Nico Wittek (8/5 Tore) seien verletzt oder krank wie Moritz Gieske (Entzündung im Knie) und Luca Weigel, die nicht spielten. „Im Moment machen wir dienstags nur Schusstraining“, so Zwißler.

Bastian Bernhard (sieben Tore) war sein erfolgreichster Schütze. Michael Pfalzer (10/4) und Daniel Meyer (6) waren die besten Werfer des TV Offenbach II beim 29:25 (16:13)-Sieg in Waldsee.

In Albersweiler: die Landauer Christoph Wörner und Yannick Steiner (in Blau) im Abwehrkampf mit Sören Söllner. Die 24 gehört Luk
In Albersweiler: die Landauer Christoph Wörner und Yannick Steiner (in Blau) im Abwehrkampf mit Sören Söllner. Die 24 gehört Lukas Gerstle. Rechts der Kandeler Christoph Kunz, links Niklas Strauß.
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