Lokalsport Südpfalz „Gemachtes Nest wohl angenehmer“

«BORNHEIM.» Im Mädchenhandball ist der SV Bornheim seit Jahren groß. Heute um 9.30 Uhr wird sein 11. Storchencup mit dem Turnier der E-Jugend fortgesetzt. Im Frauenhandball (Turnier am Sonntag ab 15 Uhr) ist Bornheim klein: nur noch A-Klasse. Wie passt das zusammen? Drei Fragen an Jugendleiterin Katrin Reuther.
Etwa 100. Dazu kommen die Kleinen, ab Zweijährigen. In der Ballschule waren schon mal zehn, mal 20 Kinder. Jede Mannschaft ist mit einem Trainer und einem Betreuer besetzt, bei der C-Jugend teilen sich Wörth und Bornheim das Traineramt. Ehemalige Aktive beziehungsweise noch Aktive wie Monja Hortikolon, Susi Bernarding, Nadine Neubeck und Saskia Schlemilch sind darunter. Die B- und die C-Jugend spielen in der Oberliga. Mindestens Pfalzliga sollten die Frauen spielen, sie sind aus der Verbandsliga abgestiegen. Warum will der Durchbruch nicht gelingen? In der B- und A-Jugend wandern viele ab Richtung Bellheim. Es ist wohl angenehmer, sich ins gemachte Nest zu setzen, als bei uns zu kämpfen. Wir machen das Mögliche, aber uns sind die Hände gebunden. Christin Zekl und Laura Winter stammen zum Beispiel auch aus unserer Jugend. Da sind wir auch stolz drauf. Wie motivieren Sie sich? Jugendarbeit macht viel Spaß, die Kinder geben einem viel zurück. Mit 34 gehöre ich zu den alten Hasen in der Frauenmannschaft. Unsere Mannschaft für die Runde 18/19 besteht aus 18 Spielerinnen, dabei sind Anna Acuntius, Lina Altvater, Fabienne Schenk, Sarah Michelle Dobler, die A-Jugend spielen und zurückgehen können, sollten wir nächste Saison wieder eine A-Jugend haben. | Interview: Thomas Cattarius/Foto: privat