Lokalsport Südpfalz
Fußball: Mit der Freundin in Bellheim – Warum Timo Behling beim TuS Knittelsheim spielt
Behling kam von Ligakonkurrent FG 08 Mutterstadt, bei dem er mit Ausnahme eines halbjährigen Gastspiels bei Südwest Ludwigshafen vor zwei Jahren seine fußballerische Laufbahn verbracht hat. Nachdem der erste Wechsel nicht seine Wunschvorstellungen erfüllen konnte, scheint es beim TuS gut zu laufen. Der seit Montag 27-Jährige: „Ich fühle mich im familiären Umfeld sehr wohl, wurde klasse aufgenommen. Als ich den Verein kontaktiert hatte, hat man sich sofort sehr um mich bemüht.“
Zustande kam der Wechsel, weil Behling, der in Mannheim als gelernter Industriekaufmann bei DB Cargo arbeitet, zu seiner „in Bellheim geborenen“ Freundin ins Bierdorf zog und den Aufwand für Fahrten minimieren wollte. Knittelsheim sei ihm schon sympathisch gewesen, wenn man gegeneinander gespielt habe, daher sei der Verein sein erster Ansprechpartner in der Region gewesen, berichtet der Innenverteidiger.
Geburtstag wird nachgefeiert
Den 27. Geburtstag will er noch nachfeiern und sucht noch einen Termin, an dem seine Mutterstadter Fußballerkollegen und die vom TuS kommen können.
In Knittelsheim kann Behling jetzt wieder zweimal wöchentlich am Training teilhaben. Er erhofft sich mehr Spielanteile als zuletzt bei der FG mit nur einer Trainingseinheit. Obwohl das Team durch die verhängte Corona-Quarantäne zwei Wochen pausieren musste, will Behling in die Aufstiegs-, oder wie er sie nennt, „Top-Zehn-Runde“: „Dann können wir das neue Jahr beruhigt auf uns zukommen lassen.“ Sein Arbeitgeber habe es ihm ermöglicht, in dieser zweiwöchigen Zeit im Homeoffice zu arbeiten.
Arbeiten muss jetzt auch der TuS, um die verlorene Vorbereitungszeit aufzuholen. Eine Ausrede – und da ist Behling sich mit seinem Trainer Simon Hartenstein einig – sei das aber für eine eventuelle Pleite heute nicht. Ganz generell sei Corona in der Mannschaft auch kein Thema mehr: „Die Stimmung ist gut, und wir haben ja in der Quarantäne auch dreimal per Skype zusammen trainiert.“
Ein Mann für Kopfbälle
Behling, der gerne mal zum Tennis- oder Tischtennis-Racket greift, will mit seiner Spielübersicht vor allem im Spielaufbau zum Erfolg beitragen. Und Gefahr vor dem gegnerischen Tor ausstrahlen. Mit 1,94 Metern Körpergröße ist er prädestiniert für Kopfballtreffer nach Standards.
Hartenstein kann aus dem Vollen schöpfen. Das ist bei seinem Gegenüber, Dominik Glaser, etwas anders. Max Weilbach und Nico Werre fallen gesundheitsbedingt aus, die schwerer verletzten Max Imo und Daniel Humm fehlen noch länger. Angeschlagen seien Henrik Alhas, Marco John und Patrick Schneider.
Dass die Corona-Pause des TuS ein Vorteil für seine Elf sein könnte, erwartet Glaser nicht: „Die Ausgangslage ist gleich. Knittelsheim hat seine Grundlagen im spielerisch-taktischen sowie im Ausdauerbereich sicher davor und danach erarbeitet. “
Ob es richtig ist, trotz steigender Corona-Zahlen Fußball zu spielen? Glaser: „Letztlich haben der Verband, die politischen Mandatsträger und die Behörden zu entscheiden, ob gespielt werden kann. Der Fußball hat immer auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Dazu gehört, dass die Teams sich an die Hygieneregeln halten, weil nur unter diesen Voraussetzungen überhaupt gespielt werden darf.“