Lokalsport Südpfalz Die alles können

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ZEISKAM. Am Wochenende klappern in Zeiskam wieder die Hufe, wenn der Reit- und Fahrverein zum Vielseitigkeitsturnier einlädt. Zwei Prüfungen qualifizieren für das DKB-Bundeschampionat. In anderen Prüfungen werden die Pfalzmeister ermittelt.

Das Vielseitigkeitsturnier am Samstag und Sonntag hat neun Prüfungen, von der Einsteigerklasse bis zur Klasse L. Bundesweit ausgeschrieben, können Teilnehmer in drei Geländepferdeprüfungen, einen Geländereiter-Wettbewerb, zwei Stilgeländeritte und drei Vielseitigkeitsprüfungen, gehen. Mit dabei sind bei den Junioren und Jungen Reitern erfolgreiche Reiter wie die Geschwister Celine und Luca Geissler aus Fußgönheim, Anke Schmitt aus Zweibrücken und Lisa Hemmer vom RC Speyer. Tanja Uhrmacher vom RSV Fröhnerhof (Mehlingen, Landkreis Kaiserslautern) und der Sieger der Vielseitigkeit vom Vorjahr, Guido Kirmse von der RSG Hunsrück-Höhen, treten wieder bei den Reitern an. An den Pfalzmeisterschaften darf jeder teilnehmen, aber nicht jeder hat Anspruch auf den Pfalzmeister-Titel. Vertreter aus der Südpfalz finden sich eher wenige. „Die Favoriten sind eher nicht von hier, aber wir haben wieder ein paar Einsteiger aus Zeiskam mit dabei“, sagt Annette Neumann von der Turnierleitung aus Zeiskam. „Das Turnier wird jetzt seit acht Jahren ausgetragen und so langsam etabliert es sich.“ Alle Teilnehmer dürfen sich auf eine gut ausgebaute, anspruchsvolle Strecke mit interessant gestalteten Sprüngen freuen. Die Pferde der Vielseitigkeitsprüfungen sind echte Alleskönner. Immerhin müssen sie alle drei Disziplinen, also Dressur-, Spring- und Geländereiten, beherrschen. „Die Aufgaben beim Dressurreiten sind die gleichen wie bei Dressurprüfungen, nur die Bewertung ist anders“, erklärt Neumann. Das Geländereiten sei das Kernstück der Vielseitigkeit. Im Gelände warten 20 Hindernisse auf Pferd und Reiter. Auf einer Strecke von 2200 Metern in der Klasse A* und 2500 Metern in der Klasse A** geht es durchs Wasser, über mächtige Baumstämme, Gräben und schmale Holzkisten mit Bürsten. Dabei werden die Teilnehmer auf Richtigkeit beim Sprung geprüft, wird bewertet, wie gut ihre Pferde an den Hindernissen gehorchen. Sicherheitsweste und Helm sind Pflicht im Gelände. Die Ergebnisse der drei Prüfungen werden zusammengenommen. Am Ende gewinnt, wer am wenigsten Minuspunkte gesammelt hat. Die amtierende Pfalzmeisterin der Vielseitigkeit, Tanja Uhrmacher, hilft den Zeiskamern oft auf der Reitanlage. „Wir haben uns über die Vielseitigkeit kennengelernt und es hat sich eine echte Freundschaft entwickelt. Seit Dienstag hat sie hier wieder geschuftet und am Wochenende wird sie uns neben dem Reiten auch helfen“, lobt Neumann das Engagement der 29-jährigen Studentin aus Kaiserslautern, die schon internationale Prüfungen geritten ist. Die Vielseitigkeitsprüfungen der Klasse A und E beginnen am Samstag um 8 Uhr mit der Dressur. Anschließend ist der Start frei für die Springprüfung und um 13 Uhr für die Geländeprüfung. In zwei Prüfungen werden die Pfalzmeister der Junioren (bis 18 Jahre) und der Jungen Reiter (bis 21 Jahre) sowie die Pfalzmeister der Reiter und der Senioren (über 40 Jahre) ermittelt. Der Sonntag ist ein reiner Geländetag mit Prüfungen für Einsteiger und Fortgeschrittene in den Klassen E und A. Ab 9 Uhr wird hier geritten. Erstmals sind dann auch zwei Prüfungen der Klassen A und L ausgeschrieben für Junge Pferde, die sich für das Bundeschampionat qualifizieren können. Zuschauer werden im Gelände, also mitten im Geschehen, mit einem Imbiss, kalten Getränken sowie Kaffee und Kuchen bewirtet. Für den großen Hunger hat das Reiterstübchen an beiden Tagen geöffnet. |meyd/kät

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