Kusel
Zur Sache: Waldbrand-Gefahrenindex

Wie hoch die Brandgefahr in einer Region ist, konnte man lange Zeit mit dem M-68-Modell ermitteln. Den vor drei Jahrzehnten in der DDR entwickelten Vorläufer der heutigen Gefahrenprognose übernahm der Deutsche Wetterdienst als Waldbrand-Gefahrenindex (WBI). Es gab fünf Stufen von null bis vier: Bei null war die Gefahr sehr gering, bei 4 sehr hoch. Errechnet wurden sie durch die Mittagswerte der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchte, der Windgeschwindigkeit und die Niederschlagssumme eines Tages. Trockener Bodenbewuchs erhöhte und grüne Vegetation minderte die Brandgefahr. Da aber nicht alle Baumarten gleichermaßen zündanfällig sind, werden die Waldlandschaften in drei Klassen unterteilt.
Heute sind die Stufen international angepasst: Bei eins ist die Gefahr sehr gering, bei zwei gering, drei bedeutet mittlere Gefahr und vier hohe Gefahr. Bei Stufe fünf ist es sehr wahrscheinlich, dass es zu einem Brand kommt. Zusätzlich wird heute die mögliche Laufgeschwindigkeit des Feuers ermittelt. Aktuell sind Gebiete im Nordosten Deutschlands stark gefährdet, bei uns liegt der WBI zwischen 3 und 4.