Kreis Südwestpfalz Zwei Großsteinhauser und zwei Contwiger

Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land stellt heute (18.30 Uhr, Verwaltungsgebäude) die Weichen für die nächsten fünf Jahre: Der neu gewählte VG-Rat tagt zum ersten Mal und wählt die Stellvertreter von Bürgermeister Jürgen Gundacker (SPD) aus Contwig. Erster Beigeordneter soll Klaus Freiler (CDU) aus Großsteinhausen werden, zweiter Andreas Glahn (SPD) aus Contwig und dritter Björn Bernhard (CDU) aus Großsteinhausen (wir berichteten zuletzt am 20. Juni).

Mit diesen Vorschlägen sei er „mehr als zufrieden“, sagt Gundacker. Sein künftiger Stellvertreter Klaus Freiler – seine Wahl gilt als sicher – hätte vor zwei Jahren eigentlich sein Rivale sein sollen: Der CDU-Vorstand hatte sich für Freiler als Kandidat um das Amt des Verbandsbürgermeisters ausgesprochen, nachdem Vorgänger Kurt Pirmann Oberbürgermeister von Zweibrücken geworden war. Die CDU-Mitglieder kürten dann aber mit großer Mehrheit Paul Sefrin aus Bechhofen zum Kandidaten. Der unterlag Gundacker bei der Wahl deutlich. Direkt nach der Wahl sagte Freiler Gundacker seine Unterstützung zu. Freiler ist seit 2009 Fraktionssprecher der CDU im Verbandsgemeinderat und galt schon länger als Anwärter auf das Amt des ersten Beigeordneten. Er ist Sachbearbeiter im Referat Baurechtsaufsicht bei der Kreisverwaltung in Pirmasens. In der Verbandsgemeinde soll er auch den Geschäftsbereich Bauen übertragen bekommen. Das heißt, er würde sich um die Belange der Bauabteilung kümmern und Bürgermeister Gundacker entlasten. Der frühere erste Beigeordnete Herbert Schmidt aus Contwig, der im Januar in Ruhestand ging, hatte zwei Geschäftsbereiche: Bauen und Finanzen. Die Wahl der Beigeordneten gilt als sicher: Die beiden großen Parteien SPD und CDU setzen ihre seit einem Vierteljahrhundert bestehende große Koalition im Verbandsgemeinderat fort. Mit 13 SPD- und elf CDU-Sitzen haben sie 24 der 32 Sitze inne und damit eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Vier Sitze hat die FDP, je zwei die UWG und die Grünen, die erstmals im neuen Verbandsgemeinderat vertreten sind. Der Rat wählt heute auch eine neue Gleichstellungsbeauftragte. Laut Gundacker schlägt die SPD Andrea Steuer-Anstätt aus Kleinsteinhausen als Nachfolgerin von Hilde Reschke aus Hornbach vor, außerdem Heidi Ziehl aus Stambach als Stellvertreterin. Gewählt werden heute auch die Ausschussmitglieder. Der Schulträgerausschuss soll künftig 14 statt zwölf Sitze haben, damit die Grundschulen einen Schulleiter als Vertreter bestimmen können und ein Elternvertreter einen Sitz bekommt. Der Bauausschuss soll neun statt acht Mitglieder haben, weil ansonsten der letzte Sitz zwischen UWG und Grünen ausgelost werden müsste. (bfl)

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