Kreis Südwestpfalz „Zeit noch nicht reif“ für Elektroauto

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Die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben wird vorerst kein Elektroauto fürs Ordnungsamt kaufen. Die Mehrheit der Verbandsgemeinderatsmitglieder war in der Sitzung am Dienstag in Wallhalben der Meinung, die Technik sei noch nicht ausgereift.

Das Auto, ein Volkswagen E-Golf, sollte 36 000 Euro kosten, wobei die Verbandsgemeinde nach dem Abzug von Zuschüssen und einem Behördenrabatt noch etwa 25 000 Euro zahlen müsste. Der Golf sollte einen Corsa ersetzen, dessen Leasingvertrag im Frühjahr endet. CDU-Sprecher Dietrich Bauer begrüßte zwar, dass die Verbandsgemeinde hier „ein Zeichen setzen“ wolle, kritisierte aber den „relativ hohen Preis“ und sah die Zeit für ein Elektroauto noch nicht gekommen. „Da wird noch einiges in den nächsten Monaten und Jahren passieren“, sagte er voraus und fand, man solle noch abwarten, bis die Technik vorangeschritten ist. Außerdem hielt er den Stellplatz im Freien für ein Elektroauto für „nicht ganz glücklich“, da man dann zum einen eine frei zugängliche Steckdose habe, zum anderen Kälte und Nässe der Batterie zusetzen könnten. SPD-Sprecher Heino Schuck teilte diese Auffassung und sah die Elektromobilität „in Deutschland noch ein bisschen am Anfang“. 25 000 Euro seien „immer noch ein Batzen Geld“, fand er und kam zu dem Schluss: „Das ist gut gemeint, aber nicht alles, was gut gemeint ist, ist auch gut.“ Ins gleiche Horn stieß FWG-Sprecher Peter Sammel. Elektrofahrzeuge seien der Weg in die Zukunft, aber er sehe „genau die gleichen Probleme“ wie seine Vorredner. Auch Sammel schlug vor, noch ein oder zwei Jahre zu warten. Anders sah es Klaus Lorenz, Sprecher der Wählergruppe Lelle: „Wenn alle sagen, wir warten, dann verpassen wir eine Chance, Vorreiter zu spielen und die Entwicklung voran zu treiben.“ Auch Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) zog nach der kurzen Diskussion das Fazit, dass „die Zeit noch nicht reif“ sei. Die Mehrheit des Rates lehnte den Kauf des E-Golfs ab. Klaus Lorenz und Thomas Martin, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt der Verbandsgemeinde Wallhalben, waren dafür, Willi Hunsicker von der BI enthielt sich. Die Diskussion nahm SPD-Sprecher Schuck zum Anlass, Kritik an der Energiegesellschaft des Landkreises zu üben: „Still ruht der See“, sagte er zu deren Arbeit, für die die Verbandsgemeinde 5000 Euro im Jahr zahle. Er wünschte sich von der Gesellschaft Ideen, wie der Kreis das Thema E-Mobilität umsetzen will, etwa mit flächendeckenden Elektrotankstellen.

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