Kröppen
Wie die Pläne fürs neue Gemeindezentrum aussehen
Kröppen hat derzeit keine optimalen Verhältnisse für seine Kindertagesstätte, den Bauhof und die gemeindlichen Räume. Deshalb wurde das Landstuhler Architekturbüro Alexander Blanz mit einer Machbarkeitsstudie für eine neue Gemeinbedarfseinrichtung beauftragt. Blanz stellte dem Gemeinrat am Mittwochabend zwei Varianten vor: Der Rat entschied sich bei zwei Gegenstimmen für den Vorschlag, der den größten Synergieeffekt bringt.
Bei der Umlegung des Gebietes „An der Fahrenbrach“ bekam die Gemeinde einen Bauplatz zugeteilt. Er liegt an der Erschließungsstraße Belle Vue direkt gegenüber dem neuen Edeka-Markt Kissel. Hier soll das Zentrum gebaut werden – mit zweigruppigem Kindergarten, Bauhof, Ratssaal, Bürgermeistersprechzimmer und Nebenräumen.
Parkplatz soll nicht trennen
Der Neubau soll die Raumbedürfnisse der Gemeinde für die nächsten 30 Jahre erfüllen. „Das Projekt ist etwas sehr Positives für die Ortsgemeinde“, meinte Verbandsbürgermeisterin Silvia Seebach. „Das ist ein großer Mehrwert.“ Blanz’ erste Variante hätte zwei getrennte Gebäude für das Gemeindezentrum und die Kita beinhaltet – getrennt durch einen gemeinsamen Parkplatz. Das Gemeindezentrum wäre oberhalb der Regenrückhaltebecken errichtet worden und die Kita im oberen Bereich des Bauplatzes. Beide Gebäude waren barrierefrei dargestellt, wobei lediglich das Gemeindezentrum unterkellert war.
Wegen des Synergieeffektes entschloss sich der Rat jedoch für die zweite Variante mit zwei verbundenen Gebäuden und einer gemeinsamen Technik. Der in Variante eins trennende Parkplatz wird nun bei den Regenrückhaltebecken angesiedelt. Die zwei Gebäude werden verbunden und haben einen gemeinsamen Zugang. Die zweite Variante ist um rund 120.000 Euro günstiger als Variante eins. Nach der aktuellen Schätzung belaufen sich die Kosten für den Bauhof auf 2,55 Millionen Euro und die Kita auf 1,78 Millionen Euro, insgesamt demnach 4,33 Millionen Euro. Das bleibt aber wohl nicht so.
Bau 2025 fertig?
2025 könnte der Bau fertig sein, schätzt Dieter Stichler, Gebäudemanager der Verbandsgemeinde. Nach dem Grundsatzbeschluss kommt nun die Planungsphase. Im Oktober 2022 sollen Zuschussanträge gestellt werden. Stichler rechnet mit Kostensteigerungen über die Jahre: Am Ende könnte die Bausumme 5,3 Millionen Euro betragen. 2,8 Millionen müsste die Ortsgemeinde aufbringen, da sie mit Zuschüssen von 2,5 Millionen Euro rechnen könnte.