Dahn
Wasgau-Café feiert Premiere in Dahn
Auf Gäste warten mussten sie an Tag eins im neuen Wasgau-Café nicht lange. Schon am Dienstagvormittag sind die Tische im Café besetzt, sitzen draußen die ersten Gäste im Grünen, stehen Räder neben Tischen. Ein richtiger kleiner Biergarten ist dort entstanden an der Seite des Cafés. Mit Flair und Materialien jener Landschaft, die der Pirmasenser Lebensmittelkonzern im Namen trägt. Sandstein kommt dort beispielsweise zu Ehren: Eine alte Mauer wurde aufgearbeitet und ins rechte Licht gerückt, die ganze bisher ungenutzte Ecke in ein grünes Außenzimmer umgestaltet. Dass der Name verpflichtet, verdeutlicht auch Elisabeth Promberger, die im Vorstand der Wasgau AG zuständig ist für die eigenen Produktionsbetriebe Bäckerei und Metzgerei. An jedem Standort eines neuen Cafés werde die lokale Besonderheit berücksichtigt, solle sich diese auch im Design widerspiegeln. Diese Aufgabe übernimmt in Dahn drinnen wie draußen beispielsweise noch der Werkstoff Holz.
Zusätzliches Angebot auch am Sonntag
Etwa 300.000 Euro hat die Wasgau AG investiert in den Umbau und die Innenausstattung des langfristig gemieteten Gebäudes, in dem bis 2021 die Bäckerei Glaser beherbergt war. Der Standort in der Pirmasenser Straße hat Vorteile: Er liegt an der Ortsdurchfahrt und gegenüber dem Bahnhof, wo im Sommer auch etliche Touristen ein- und aussteigen. Und er verfügt über viele Parkplätze. Dass der Penny-Markt von dort kürzlich ins neue Domizil unterm Jungfernsprung gezogen ist, bewertet Elisabeth Promberger zwar als Minuspunkt. Aber, betont sie, sie seien stark genug, um sich dort zu behaupten.
Die Dahner Gastronomie wird ergänzt durch das neue Bäckerei-Café. Denn dieses hat nicht nur an Werktagen geöffnet, sondern auch sonntags von 8 bis 17 Uhr. Auf der Speisekarte stehen Backwaren, Torten aus der eigenen erweiterten Produktion, kleine Snacks, Eis und an Werktagen Tagesgerichte. Ein Angebot für den ganzen Tag, betont Sascha Kieninger, Geschäftsführer von Bäckerei und Metzgerei. Klassische Biergarten-Gerichte für draußen werden zwar nicht angeboten, aber das eine oder andere Flaschenbier können Radler und Wanderer zum Abschluss genießen – eine Alkoholausschankgenehmigung liege vor, so Kieninger.
Wasgau AG expandiert mit Cafés
Zehn Beschäftigte – in Voll- und Teilzeit – kümmern sich um Bäckerei-Theke und Café. Sie wurden neu eingestellt, darunter drei frühere Glaser-Mitarbeiterinnen, wie Kieninger berichtet. Auch für den Konzern sei es nicht einfach, Fachpersonal zu finden, bestätigt er. Sie arbeiteten nahezu nur noch mit Quereinsteigern. Und sie suchten kontinuierlich.
Das hat seinen Grund, denn die Wasgau AG expandiert mit ihren neuen Cafés, die unabhängig von Einkaufsmärkten entstehen sollen – auch außerhalb des pfalzweiten Verbreitungsgebietes. Etwa vier Standorte pro Jahr könnten entstehen. Jeweils mit ausreichend Abstand zu einem bestehenden Wasgau-Markt, wo es ja ebenfalls Wasgau-Bäckereien gibt, die auch bleiben sollen. Café Nummer zwei ist bereits in Arbeit: In der Landauer Paul-von-Denis-Straße soll es möglichst im Oktober eingeweiht werden. Die dritte Filiale soll 2023 in Pirmasens eröffnet werden. Geplant ist sie auf dem Kaufhallen-Gelände, mit etwa 340 Quadratmetern doppelt so groß wie die Dahner Filiale und mit etwa einer halben Million Euro Kosten auch teurer. Für das Unternehmen wird es ein Flaggschiff werden, schließlich ist Pirmasens der Firmensitz. Dafür hat die Stadt Dahn den Premieren-Status.
Öffnungszeiten
Geöffnet ist das Bäckerei-Café der Wasgau AG in der Pirmasenser Straße 62 in Dahn montags bis samstags von 6.30 bis 18.30 Uhr sowie sonntags von 8 bis 17 Uhr.