Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Waffen, Granaten und Drogen gefunden: Razzia landet im Februar vor Gericht

Waffen, Munition und Drogen: Zwei Personen wurden bei der Razzia 2024 festgenommen. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantwort
Waffen, Munition und Drogen: Zwei Personen wurden bei der Razzia 2024 festgenommen. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten.

Im September 2024 hat die Polizei eine Wohnung in Contwig durchsucht, dabei Waffen, Drogen und einen Tresor sichergestellt. Jetzt geht die Angelegenheit vor Gericht.

24. September 2024 in Contwig: Die Polizei durchsucht eine Mietwohnung im Dorf, findet dabei mehr als vier Kilogramm Methamphetamin, mehrere Schusswaffen, darunter eine tschechische Maschinenpistole und Hunderte Schuss Munition sowie einen geheimnisvollen Tresor voller Wertgegenstände. Im Tresor finden die Beamten schließlich vor allem Schmuck. Bei der Razzia werden eine Mitte-20-Jährige und ein Mitte-30-Jähriger festgenommen.

Federführend bei der Razzia ist die bayerische Landespolizei und die Staatsanwaltschaft Amberg. Seit August 2024 hatten die Ermittler eine mutmaßliche Tätergruppe im Visier, beheimatet in Contwig und im bayerischen Maxhütte-Haidhof im Kreis Schwandorf in der Oberpfalz. Im Februar geht die Angelegenheit nun vor Gericht − verhandelt wird am Landgericht Amberg, angesetzt sind 39 Verhandlungstage.

Fünf Personen landen auf der Anklagebank

„Kern der Anklageschrift und die wesentlichen Tatvorwürfe sind die Bildung krimineller Vereinigungen, bewaffnetes und bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, wobei die Anklageschrift von einer Gesamtmenge von mindestens 25 Kilogramm Methamphetamin ausgeht, Handel mit Waffen und Kriegswaffen (Handgranaten, Sturmgewehre) und Wohnungseinbruchsdiebstahl“, heißt es auf Anfrage von der Pressestelle des Landgerichts Amberg.

Auf der Anklagebank werden fünf Personen sitzen, von denen einer 1977 geboren ist, die anderen zwischen 1984 und 1987. In Contwig, so die Anklageschrift, sollen die Angeschuldigten laut Anklageschrift eine Wohnung angemietet haben, die sie als Betäubungsmittellager nutzten.

Razzia auch in Bayern

Die Razzia in Contwig war nicht die einzige, die eine Rolle spielt. Ebenso gab es eine Durchsuchung in Bayern, dort haben die Ermittler vier Männer im damaligen Alter zwischen 29 und 47 Jahren festgenommen. Zum in Contwig gefundenen Tresor voller Schmuck schrieb die Amberger Staatsanwaltschaft auf frühere RHEINPFALZ-Anfrage, dass dieser aus einem Einbruch in ein Einfamilienhaus im bayerischen Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart) stammt.

Nur wenige Monate nach der ersten Razzia in Contwig gab es am Morgen des 17. Dezember 2024 eine zweite Razzia in Stambach. Diese hatte jedoch nichts mit der Ersten zu tun. Um sechs Uhr hatte ein Großaufgebot seinerzeit ein Wohnhaus durchsucht, 30 Beamte mit mehreren Fahrzeugen, darunter Mannschaftsbussen, sollen im Einsatz gewesen sein.

Gesteuert wurde dieser Einsatz von der saarländischen Staatsanwaltschaft. 2024 hat diese keine Auskunft zu den Hintergründen der Razzia gegeben, ein Jahr später gibt es noch immer keine Antworten. Thomas Schardt, Pressesprecher der Saarbrücker Staatsanwaltschaft, antwortet auf RHEINPFALZ-Anfrage: „Aus Gründen des Verfahrensschutzes kann ich aktuell keine Auskunft erteilen.“

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