Reifenberg Trotz Glasfaseranschluss noch kein Turbo-Internet

Der Glasfaserverteiler in Reifenberg steht schon etwas länger: Es sprießen bereits Pflänzchen im Steinbett.
Der Glasfaserverteiler in Reifenberg steht schon etwas länger: Es sprießen bereits Pflänzchen im Steinbett.

Bis Mitte September sollen alle Glasfaseranschlüsse in Reifenberg fertig sein. Das nutzt den Reifenbergern aber zunächst wenig.

Als Pferdebesitzer sei er zwar mit den Begriffen „Hü“ und „Hott“ vertraut, sagte Bürgermeister Pirmin Zimmer in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch. „Dass dies aber auch auf den Glasfaserausbau zutrifft, hatte ich nicht gedacht“, fügte er an. Er habe Anfang April über die sozialen Medien darum gebeten, dass die Dorfbewohner ihm melden, wo es noch hapert. Diese Problemstellen habe er an die Firmen UGG und Liteyca gemeldet, um sie abarbeiten zu lassen. Die Reklamationsliste vom 10. April sei Mitte Mai vom neuen Gebietsleiter bearbeitet worden – „und mir wurde ein Zeitplan genannt, wie und wann die nächsten Arbeitsschritte ablaufen werden“.

Demnach werde gerade die Hauptleitung von Wallhalben über Schmitshausen und das Pfarrhöfchen nach Reifenberg geführt. Ab Mitte Juni sollen die Hausanschlüsse hergestellt, die Reklamationsliste abgearbeitet und die Leitung zum Stockbornerhof gelegt werden. Diese ende derzeit am Parkplatz der Auberghütte. Alle Arbeiten sollen bis Mitte September abgeschlossen sein.

Das bedeute aber nicht, dass die Reifenberger dann schon über Glasfaser ins Internet kommen: „Ohne die Zuführung der Hauptleitung von Wiesbach nach Wallhalben können wir auch kein Lichtsignal empfangen“, erklärte der Bürgermeister. „Nach den ganzen Wirrungen und nicht eingehaltenen Vorhersagungen der letzten Monate“ halte er es mittlerweile so: „Ich glaube nur, was ich sehe – und das ist aktuell wenig.“ Der Glasfaser-Ausbau hatte in Reifenberg im März 2023 begonnen.

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