Kreis Südwestpfalz Studenten erstellen Konzepte für Wohnpark

„Neue Wohnqualität in der Biosphärenstadt St. Ingbert – Wohnpark am Rohrbach“ heißt ein Projekt, das diese Woche im Rathaus der saarpfälzischen Stadt präsentiert wurde. Fünf Studenten der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern haben über mehrere Monate hinweg Gedankenspiele entwickelt, wie man das Gelände im Bereich der früheren WVD-Druckerei künftig nutzen könnte.
Die Lauterer Studentinnen Linda Hollstein, Julia Reifschneider und Thea Heinzler legten zusammen mit ihrem Betreuer Karl Ziegler drei unterschiedliche Konzepte für die Zukunft des knapp zwei Hektar großen Areals vor, das mitten im Stadtkern nahe des Rathauses liegt. Das Gelände an der 2012 in Insolvenz gefallenen, gut 100 Jahre alten Druckerei wird heute vorwiegend als Parkplatz genutzt. Alle drei Konzept-Vorschläge warten mit Ideen auf, wie man dort einen modernen innerstädtischen Wohnpark für etwa 250 Menschen gestalten könnte. Da das Gelände unterschiedliche Möglichkeiten bietet, haben die Studenten drei verschiedene Entwürfe durchgeplant – eine komplett autofreie Hofanlage, eine sogenannte „grüne Achse“ und ein Konzept mit Rasterstruktur. Alle drei Ansätze würden das Gelände neu erschließen, den dort zugewachsenen Rohrbach wieder freilegen und neue durchgehende Verbindungswege schaffen. Für Radfahrer könnte so eine klare Ost-West-Achse entstehen. Das Kerngebiet mit den größten Veränderungen umfasst einen Hektar. Das Investitionsvolumen würde sich auf etwa 25 Millionen Euro belaufen. In allen Entwürfen bleibt der bereits bestehende Parkplatz des angrenzenden Rewe-Markts unangetastet: Er ist nicht Teil des Konzepts. Nach Zieglers Worten handelt es sich noch um theoretische Grundkonzepte. Die genauen Möglichkeiten und Details zur Bebauung müsse man ausloten, solle sie aber nicht „dem freien Spiel überlassen“. Da der Großteil des Geländes der Stadt gehöre, könne man hier eine geregelte Planung vorantreiben. Die gezielte Entwicklung des Quartiers sei, so Ziegler, „ein Qualitätsmerkmal“. Laut Oberbürgermeister Hans Wagner gibt es für das Gebiet hinter der alten Westpfälzischen Verlagsdruckerei (WVD) zwei Interessenten. Die alten Druckereihallen würden abgerissen. Im Frühjahr haben Linda Hollstein, Julia Reifschneider und Thea Heinzler mit ihren Kommilitonen Alexander Knoll und Alexander Meid das Projekt als Teil ihres Studiums erstellt. Alle fünf gehören zum Fachbereich Raumplanung. (sach)