Kreis Südwestpfalz Rothundwelpen suchen Paten

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Im Rothundwald des Neunkircher Zoos gibt es bereits ein Jahr nach der Eröffnung des neuen Geheges den ersten Nachwuchs. Die vierjährige im französischen Obterre geborene Rothündin Chennai wurde zum ersten Mal Mutter und brachte am 4. Mai als Neunkircher Premiere sechs Welpen zur Welt.

Seit wenigen Tagen verlassen die sehr gut entwickelten und ungefähr vier Kilogramm schweren Rothundwelpen die von der Hündin selbst gegrabene Wurfhöhle, so der Neunkircher Zoo-Sprecher Christian Andres. Die Kleinen gehen zusammen mit Vater Ramkun und Onkel Satun, beide im englischen „Howletts Wild Animal Park“ geboren, auf Entdeckungstour. Die Geschlechter der Rasselbande sind noch nicht bekannt und deswegen tragen sie auch noch keine Namen. Rothunde leben wie im Neunkircher Zoo auch in ihrem Verbreitungsgebiet in fast ganz Asien immer im Rudel, gehen gemeinsam auf Jagd, auch auf große bis eine Tonne schwere Wildrinder, und ebenso ist die Jungtieraufzucht Familiensache. Die auch Dhole oder Alpenwolf genannte Raubtierart erreicht eine Körperlänge von bis zu einem Meter, hat zusätzlich einen halben Meter Schwanz, und bringt ein Gewicht bis über 25 Kilogramm auf die Waage. Die rotbraun-orange Färbung ist namensgebend. Selbst im berühmten „Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling spielten die Dschungelwölfe eine Nebenrolle. Mit den in ganz Asien stark gefährdeten Rothunden beteiligt sich der Neunkircher Zoo am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Das EEP wird europaweit von Heike Maisch vom Thüringer Zoopark Erfurt koordiniert. Die Koordinatorin habe nach einem Besuch den Neunkircher Rothundwald als „Premiumanlage“ gelobt. Die junge Rasselbande sucht noch Tierpaten, diese dürfen auch zukünftig zusammen mit den Tierpflegern einen passenden asiatischen Namen aussuchen. Eine Rothundpatenschaft kostet im Neunkircher Zoo für ein Kalenderjahr 250 Euro. (wrt)

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