Contwig Nadine Brinette will als Ortsbürgermeisterin weitermachen
Seit März 2021, seit dem Rücktritt ihres Vorgängers Karlheinz Bärmann, führt die 36-Jährige die Geschicke der Gemeinde am Schwarzbach. CDU-Mitglied Brinette ist verheiratet und Mutter zweier schulpflichtiger Kinder. Zwar hat sie einst Erziehungswissenschaft studiert, doch heute führt sie im Hauptberuf die Möbelspedition Sefrin, die sie 2010 von ihren Großeltern übernommen hat.
Fünf Städtebauprojekte, die spätestens zum Jahresende 2025 wegen der Förderbedingungen abgeschlossen sein müssen, sollen laut Brinette noch im laufenden Jahr angegangen werden: der Vollausbau der Bogenstraße sowie der Storchengasse, die Dorfbrunnensanierung, die Waschplatz-Maßnahme sowie der Neubau des Spielplatzes am Rathaus. Im Falle ihrer Wiederwahl wird „Tiefbau in den kommenden fünf Jahren mein Geschäft bleiben“, sagt die Ortsbürgermeisterin aus dem Maurerdorf voraus. In dem Metier hat sie sich während des Großprojekts Glasfaserausbau bereits detaillierte Kenntnisse aneignen müssen. Dieses ist in Contwig so gut wie abgeschlossen und hat sie viel Zeit und Nerven gekostet. Mittlerweile stehen nur noch einige kleine kosmetische Nachbesserungen an, während die technische Seite erledigt ist, nachdem rund 60 Bürger nach dem Erstausbau zusätzlich angeschlossen werden wollten.
Kindergarten soll endlich fertiggestellt werden
„Ich habe Spaß an der Arbeit“, betont die 36-Jährige. „Ich würde mich freuen, wenn ich mich den Aufgaben wieder stellen dürfte und die Contwiger und Stambacher von meiner Arbeit überzeugt sind.“ Zu diesen Aufgaben gehört auch die Fertigstellung des Kindergartens in der Maßweiler Straße, dessen Bau wegen Schimmels unterbrochen worden war. Derzeit läuft das Klageverfahren, die Gemeinde tritt jedoch in Vorleistung und baut weiter. Die Koordination der Gewerke stelle sich durch die vielen Beteiligten und die Vorgeschichte schwierig dar.
Bevor sie den Entschluss gefasst hat, erneut zu kandidieren, hat Nadine Brinette zunächst mit ihrer Familie gesprochen. „Ich bekomme den Spagat gut hin. Die Kinder stehen immer an erster Stelle – was manchmal natürlich schwierig ist, aber ich habe die volle Unterstützung meiner ganzen Familie“, sagt sie und fügt lachend an: „Mit meinem Mann kann ich keinen Streit bekommen – wir sehen uns kaum.“ Tatsächlich sei die Familie eine große Stütze bei der Arbeitsbelastung als Selbstständige, Ortsbürgermeisterin und Mutter.
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