Fischbach
Mobile Rettungswache im Dienst
Es sei eine Riesenanstrengung gewesen, innerhalb von vier Wochen die Rettungswache in Fischbach zu organisieren, sagte Jürgen See, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH, auf Nachfrage gegenüber der RHEINPFALZ. „Der Landrätin war es aber sehr wichtig, dass das zustande kommt, sie hat mir die Sache sehr ans Herz gelegt“, so See. Mit Mehrarbeit und Verlagerung eines Schwerpunktes könne die Wache nun realisiert werden. Unterstützung habe es auch vom Landesverband gegeben. „Normalerweise braucht so etwas viel Zeit, bis die entsprechenden Verträge ausgehandelt sind“, informiert See, „aber wir haben geschaut, dass wir das hinkriegen und hoffen, dass wir dann auch letztendlich die Kosten von 190.000 Euro finanziert bekommen“.
Personal aus Pirmasens, Wagen aus Bundenthal
Auch die Belegschaft, Betriebsrat und die Führungskräfte vor Ort waren mehr als kooperativ, stellt See fest. „Eigentlich müssten wir jetzt Urlaub abbauen, der während des Corona-Shutdowns aufgelaufen ist.“ Erschwerend komme die ohnehin dünne Personaldecke hinzu; dazu gebe es Einsatzkräfte, die wegen Coronakontakten in Quarantäne müssten. „Letztendlich hinbekommen haben wir es dadurch, dass wir von der Wache in Pirmasens zwei Einsatzkräfte abgezogen haben; diese Lücke füllt der ASB aus. Der Notfallkrankenwagen kommt von der Wache in Bundenthal.“
Gleich am zweiten Tag Hubschrauber-Einsätze
Eingemietet hat man sich in Fischbach in der ehemaligen Arztpraxis Lebherz, von dort werden die Einsätze gefahren. „Die Räumlichkeiten sind sehr gut geeignet, wir konnten uns dort mit ein wenig Umräumen gut einrichten“, sagt der Geschäftsführer. „Es wäre wirklich zu wünschen, dass sich für diese tollen Räumlichkeiten wieder ein Arzt findet.“
Gleich am zweiten Tag nach der Indienststellung waren zwei Einsätze fällig, zu denen der Notarzt jeweils mit dem Hubschrauber eingeflogen wurde. „Fischbach ist zwar abgelegen, aber die Luftrettung ist innerhalb von 15 Minuten da, egal, ob sie aus Ludwigshafen, Karlsruhe, Baden-Baden, Saarbrücken oder Kaiserslautern kommt“, sagt See.
Die Rettungswache ist rund um die Uhr besetzt, pro 12-Stunden-Schicht immer mit zwei Einsatzkräften.