Wallhalben Marktgräfin Sickinger Land bleibt im Amt

Jasmin Klein
Jasmin Klein

Eigentlich hätte sich Jasmin Klein am Wochenende nach zwei Jahren von ihrem Amt als Marktgräfin Sickinger Land verabschiedet, denn bisher wurde immer am ersten Oktober-Wochenende beim „Grumbeeremarkt“ eine neue Hoheit gekürt.

Wegen der Pandemie ist die 15. Botschafterin des Sickinger Landes nun die erste, deren Amtszeit in die „Verlängerung“ geht. Beim Literarischen Abend in Herschberg hat sie selbst bestätig, diese – nach eigenem Bekunden – „wunderschöne Aufgabe“ zunächst für weitere zwölf Monate wahrnehmen zu wollen.

Vor genau zwei Jahren hat Jasmin Klein voller Elan und Vorfreude die Regentschaft ihrer Heimatregion übernommen, konnte sie dann aber mit Beginn der Coronakrise nur bedingt ausüben. „Die ersten Feste und Einladungen haben so viel Freude gemacht, aber dann gab es leider fast nichts mehr zu feiern“ bedauert die Hoheit rückblickend. Allein bei zwei Rheinland-Pfalz-Tagen in Andernach und Boppard hätte sie wie ihre Vorgängerinnen das Sickinger Land und den gesamten Landkreis repräsentieren können, eine gute Botschafterin wäre die aufgeschlossene junge Frau in jedem Fall gewesen. Jetzt ruhen ihre Hoffnungen unter anderem auf dem im Mai 2022 in Mainz geplanten großen Landesfest, das zugleich auch das 75. Jubiläum des Bundeslandes markiert.

Bei aller Begeisterung wollte Jasmin Klein sich jetzt aber nur auf ein weiteres Jahr festlegen – eventuelle Verlängerung nicht ausgeschlossen. Grund dafür sind ihre beruflichen Pläne, nach Abschluss der Ausbildung zur Industriekauffrau in einem Pirmasenser Unternehmen noch ein Studium anzuschließen. Ob sie dann noch in Wallhalben wohnen wird, kann sie natürlich heute nicht sagen.

Die Vorsitzende des Tourismusvereins Sonja Bauer, selbst 1993 bis 1995 Marktgräfin, kann das gut verstehen und ist zunächst glücklich über diese Lösung, zumal der Grumbeeremarkt ja in diesem Jahr ebenfalls abgesagt werden musste. Auch Thomas Peifer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben freut sich darüber, dass Jasmin durchaus nicht amtsmüde ist. Er schätzt an der weiterhin amtierenden Hoheit „den absoluten Willen, sich für ihre Heimatregion einzusetzen und offen auf die Menschen zuzugehen“.

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