Bottenbach / Kröppen
Klaus Weber: Von Windrädern umzingelt
Die Gemeinde würde gerne zwischen zwei bestehenden Windkraftanlagen drei neue Windräder errichten lassen. Konkret geht es um das Dreieck zwischen Stausteiner Tal, der Kreisstraße 4 und der Grenze zu Frankreich. Hier hatte die Gemeinde bereits eine Fläche als für Windenergie nutzbar eingestuft, dann aber zugunsten der Konzentration von Windrädern darauf verzichtet. Die Anlagen sollten sich nicht zu weit verstreuen, sondern gesammelt auf wenigen Flächen stehen, so die damalige Intention.
Bürger ärgern sich über Windräder
Nun will Kröppen dort doch drei Anlagen errichten, da die sogenannte Windhöfigkeit sehr gut sei, erläuterte Verbandsbürgermeisterin Silvia Seebach in der Ratssitzung.
Bottenbachs Bürgermeister Klaus Weber (CDU) monierte jedoch, dass sein Ort regelrecht von Windrädern umzingelt werde. „Zu mir kommen jede Woche Bürger, die sich wegen der Dinger aufregen“, erzählte Weber.
„Wir müssen alles nehmen, was wir kriegen können. Das ist in der derzeitigen Situation wichtig“, erinnerte dagegen Heinrich Hoffmeister (SPD)an die Erfordernisse der Energiewende für den Kampf gegen den Klimawandel. Seine Gemeinde Lemberg hätte auch mehrere Windräder erlaubt, wenn die Zuwegung zu den Anlagen so einfach wie in Kröppen wäre.
Der Rat genehmigte am Ende bei zwei Nein-Stimmen die Änderung des Flächennutzungsplans zur Erweiterung der Windenergie-Flächen bei Kröppen.