Massweiler Kanal muss aufgegraben werden

Der Kanal in Massweiler soll saniert werden.
Der Kanal in Massweiler soll saniert werden.

Mitte Juli soll nach derzeitigem Fahrplan der Ausbau der L 476 in Maßweiler beginnen. Wie berichtet mit dem Kreiselbau in der Ortsmitte, an die sich der Ausbau der einmündenden Waldstraße anschließt.

In diesem Ausbaubereich muss der aus den 1960er Jahren stammende Kanal, der Risse und falsche Stutzen aufweist, erneuert werden. Die Schäden sind so groß, dass der Kanal nicht mittels eines Inliners saniert werden kann. Bei diesem Verfahren würde ein neuer Kanal im alten Kanal errichtet, es müsste nicht aufgegraben werden. Das ist nicht möglich, weil sich durch die starken Schäden der Kanaldurchmesser bei diesem Verfahren zu stark verringern würde und der Kanals seine Aufgabe nicht mehr erfüllen könnte.

Es muss also aufgegraben werden, um den Kanal zu sanieren, erläuterte Werkleiter Joachim Becker dem Werkausschuss am Mittwoch. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen einer sogenannten Gemeinschaftsmaßnahme zusammen mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM), der für den Straßenausbau an der L $76 zuständig ist, und der Ortsgemeinde, die den Ausbau der Waldstraße betreibt. Die Bauarbeiten sollen an ein einziges Bauunternehmen gehen.

Ausschreibung läuft

Die Ausschreibung läuft derzeit über den LBM. Anfang Juni ist Submission. Für den Kanalbau wird mit einem Kostenanteil von 170.000 Euro gerechnet. Da die Zahl der Ausschusssitzungen bedingt durch die Corona-Pandemie – der Ausschuss war wegen Corona auch in die große Bürgerhalle in Herschberg ausgewichen - selten tagen soll, wurde der Verbandsbürgermeister ermächtigt den Auftrag an den günstigsten Bieter zu vergeben.

2,9 Millionen Euro werden die Werke, wenn alles nach Plan läuft, in diesem Jahr investieren und verbauen. „Damit sind wir als kommunaler Betrieb ein Motor der regionalen Wirtschaft und sorgen für Stabilität in der regionalen Wertschöpfung“, unterstrich Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU). Die Investitionen, die in diesem Bereich getätigt werden, haben einen weiteren Nutzen: „Sie sind ein Beitrag für eine saubere Umwelt“, betonte Peifer.

Weniger Phosphor

Ein Beispiel dafür sind die Investitionen in die Kläranlagen in Rieschweiler-Mühlbach und Wallhalben. Dort wird künftig nach dem Reinigungsprozess weniger Phosphor in den Ablauf – das ist das die gereinigten Abwässer aufnehmende Gewässer - eingeleitet. Dazu wird die Phosphatfällung in beiden Anlagen optimiert und automatisiert. Beide Anlagen, die bisher pro gereinigtem Liter Abwasser noch bis zu zwei Milligramm Phosphor abgeben, werden nach dem Einbau der neuen sogenannten Fällstation mit neuer Dosier- und Messtechnik noch 0,5 Milligramm Phosphor pro Liter abgeben. 430.800 Euro kostet das. Das ist teurer als erwartet. Die geschätzten Kosten lagen bei 356.000 Euro. Bedingt durch die Corona-Pandemie steigt der Sicherheitsaufwand bei dem beauftragten Unternehmen deutlich. Für 29.000 Euro müssen an den Anlagen noch Treppen eingebaut werden, damit die neuen Fällstationen erreichbar sind. An der Kläranlage Schwarzbachtal muss die vorhandene Steuerung für 24.000 Euro an das System angepasst werden.

Verkehrsbehinderungen

Im Sommer sollen wie im März berichtet die Arbeiten in der Hauptstraße in Thaleischweiler-Fröschen beginnen, um dort Kanal und Wasserleitung zu erneuern. Es sind die ersten Arbeiten, mit denen der Ausbau der Hauptstraße eingeleitet wird. Für Verkehrsteilnehmer wird diese Maßnahme, die in drei Bauabschnitten umgesetzt wird, Verkehrsbehinderungen mit sich bringen. Der Kanalausbau kostet 511.000 Euro. Billigster Bieter ist die Firma Scharding aus Zweibrücken. Weil der Ausschuss nur Aufträge bis zu einem Wert von 500.000 Euro vergeben darf, muss der Verbandsgemeinderat den Auftrag vergeben. Auch über den Auftrag für Erneuerung der Wasserleitung und Wasserhausanschlüsse muss der Verbandsgemeinderat entscheiden, da bereits fest steht, dass auch das mehr als 500.000 Euro kosten wird. Hier muss im Vorfeld noch geklärt werden, ob der billigste Bieter, der wegen eines Formfehlers ausgeschlossen wurde, zu Recht ausgeschlossen wurde. Das prüft derzeit der Kreis. Liegt die Entscheidung der Prüfstelle vor, soll der Rat entsprechend deren Entscheidung den Auftrag vergeben.

Fest steht mittlerweile dass der Kanal und die Hausanschlüsse in den Ortsdurchfahrten von Herschberg – das sind die Hauptstraße und die Thaleischweiler Straße – so marode sind, dass sie saniert werden müssen. Ob das zumindest teilweise mittels Inliner möglich ist, bedarf weiterer Untersuchungen. Die soll auf Wunsch des Werksausschusses das Ingenieurbüro HWB Concept vornehmen. Die Kanalsanierung ist hier gleichfalls eine Arbeit, die erfolgt, weil der LBM den Ausbau der beiden Straßen, die Kreisstraßen sind, ins Auge gefasst hat.

x