Nünschweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Im „Wohnpark Bärenhütte“ soll schnell gebaut werden

Das neue Baugebiet entsteht hinter der ehemaligen Bundeswehrliegenschaft.
Das neue Baugebiet entsteht hinter der ehemaligen Bundeswehrliegenschaft.

Die Gemeinde Nünschweiler geht den nächsten Schritt, um das Neubaugebiet „Wohnpark Bärenhütte“ zu realisieren. Bei einer Gegenstimme beschloss der Rat den Bebauungsplan aufzustellen und beauftragte mit der Planung das ortsansässige Ingenieurbüro Wonka.

Den Bebauungsplan bezahlt der Investor, der das Baugebiet erschließt. Das Gelände gehört dem Eigentümer der früheren Bundeswehrliegenschaft auf der Bärenhütte. Auf dem Gelände hinter der Fabrik, in der einige Firmen ihr Domizil und Lager haben, sollen die Wohnhäuser entstehen. Die Firma Staab aus Schmitshausen ist Erschließungsträger der Maßnahme. An einigen Grundstücke wurde bereits Interesse bekundet.

Es handelt sich um ein kleineres Baugebiete von bis zu 10.000 Quadratmetern, das an einen bestehende Wohnbereich, den Graf-Heinrich-Ring-Ring, anschließt. Deshalb ist es möglich, den Bebauungsplan noch im sogenannten beschleunigten Verfahren aufzustellen. Das Bauleitplanverfahren entsprechend einzuleiten beschloss der Rat. Damit wird auch nur ein Durchgang bei der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange notwendig.

Baugebiet soll junge Familien anlocken

Bürgermeister Jürgen Beil (CDU) hatte vor der Abstimmung noch einmal darauf hingewiesen – beim Grundsatzbeschluss im Februar hatte es von SPD-Seite mit Verweis auf eine versäumte Frist seitens des Eigentümers noch Gegenstimmen gegeben –, dass Nünschweiler schon lange nach einer Möglichkeit suche, damit jungen Familien hier bauen.

Der Bedarf sei da und die Erschließung des Baugebiets sei für die Gemeinde mit keinen Kosten verbunden. Sie trage kein Risiko. Zudem sei es im beschleunigten Verfahren machbar – weshalb es des schnellen Beschlusses bedurfte – und ermögliche so den Interessenten in einem absehbaren Zeitraum bauen zu können. Das sei wichtig angesichts steigender Zinsen und Baupreise.

Privater Erschließer trägt Kosten des Bebauungsplans

Der Rat sah das fast geschlossen auch so und stimmte dem eingeschlagenen Verfahrensweg zu. Der private Erschließer hatte sich an das Ingenieurbüro Wonka gewandt, um den Bebauungsplan zu erstellen, und wird auch die Kosten für diesen Plan tragen. Offiziell beauftragen musste die Gemeinde das Büro, da die Gemeinde rechtlich Planungshoheit hat.

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